
Ein Thema, mindestens so alt wie die Zeitschrift selbst. Im Dezember 1986 berichtete das Blatt über diverse Praktiken so genannter unseriöser Anbieter rund um die Sicherheitstechnik – die ja grundsätzlich Vertrauenssache sein sollte. Da war beispielsweise von einer Anzeige die Rede, in der über eine Marktlücke für Direktverkäufer als „Sicherheitsberater“ mit fünfstelligen Monatseinkommen geschwärmt wurde. Oder eine Postwurfsendung, die Werbung für ein „Sicherheitstürschild“ inklusive Montage sowie An- und Abfahrt für 99,50 DM macht – angeblich von der Kripo empfohlen. Es gab mal eine Fernsehsendung, die über Nepper, Schlepper und Bauerfänger berichtete. Irgendwie passen die beiden Bespiele genau hier herein.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich vor 38 Jahren als absoluter Newcomer in die Branche kam. Der Schloss- + Beschlagmarkt war damals für mich ein zentrales Nachschlagewerk mit vielen anregenden Informationen über Handel und Industrie. Zugleich konnte ich auch viel über die Akteure in der Branche erfahren, denn es gab kein anderes Blatt, das so konsequent die Entscheider zusammenführte. Aus meiner Sicht ein tolles und einmaliges Konzept. Inspiriert durch viele Beiträge, habe ich immer wieder Kontakte zu Unternehmen gesucht und aufgebaut. Ohne Übertreibung lässt sich heute sagen, dass der Schloss- + Beschlagmarkt mit dazu beigetragen hat, die Branche zu verstehen und letztlich auch mein heutiges Netzwerk aufzubauen. Neben dem hohen Niveau gefällt mir nach wie vor die journalistische Objektivität. Ich wünsche dem Titel und auch dem Verlag noch viele erfolgreiche Jahre als Begleiter unserer Branche.
Jan Gerd Borgmann, geschäftsführender Gesellschafter Baupart GmbH