Dirk Bienert, Geschäftsführer von Blockalarm. Foto: Blockalarm

Beschlag- und Sicherheitstechnik

16. October 2019 | Teilen auf:

Alarmanlagen vermieten – Geschäftsmodell für Sicherheitsfachgeschäfte?

Möchten Haus- und Wohnungsbesitzer ihr Eigentum sichern, müssen sie im Normalfall eine Alarmanlage kaufen, diese einbauen und regelmäßig warten lassen. Manche Menschen scheuen den Aufwand und entscheiden sie sich daher gegen Sicherheitssysteme. Um das zu ändern, bietet der Sicherheitsdienstleister Blockalarm aus Dachau nun die Vermietung von Alarmanlagen an. „Wir bieten nun einen neuen Service an, bei dem Eigenheimbesitzer für einen monatlichen Festbetrag eine Alarmanlage mieten können, inklusive Alarmweiterleitung zur Leitstelle, die binnen Minuten von der Zentrale aus Feuerwehr, Polizei oder Notärzte an den Einsatzort schickt“, berichtet Dirk Bienert, Geschäftsführer von Blockalarm. Das Unternehmen bietet mit Wachschutz, Technik und Wartung der Anlagen einen Full-Service-Sicherheitsdienst an. Ein Geschäftsmodell, das auch für Sicherheitsfachgeschäfte und Errichter interessant sein könnte.
Laut Blockalarm überwachen Mitarbeiter des Unternehmen von der Zentrale in Dachau aus die Häuser, Wohnungen und Geschäfte der Kunden über Bildschirme, um bei Bränden, Einbrüchen oder auch beim Überlaufen einer Waschmaschine Maßnahmen einzuleiten. „In Spanien und Amerika ist ein vergleichbares Mietmodell von Sicherheitstechnik schon lange auf dem Vormarsch. In Deutschland gibt es bisher kein vergleichbares Angebot – wir haben hingegen eine Versicherungskultur“, sagt Bienert. Das Unternehmen betreut bereits 1.000 Kunden aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Auch auf der spanischen Ferieninsel Mallorca sichert der Dienstleister mehrere Ferienhäuser. Rund 60 Prozent der Kunden sind Privathaushalte, bei den restlichen 40 Prozent handelt es sich um Gewerbekunden wie Arztpraxen, Tanklager, Pflegeheime und Friseure. In den kommenden Jahren will Blockalarm weiter expandieren. Das Wachstumspotenzial sei in Deutschland vorhanden – nur 0,4 bis zwei Prozent der Haushalte seien bisher mit Sicherheitstechnik ausgestattet. Auch wenn die Einbruchszahlen deutschlandweit leicht zurückgehen und die Aufklärungsquote tendenziell steigt, gebe es mittlerweile nur noch wenige Straßen mit Häusern, in die noch niemand eingedrungen sei.