Arbonia Standort Arbon Quelle: Arbonia hat bekannt gegeben, dass sie ihre gesamte Fensterdivsion an die Dovista Gruppe verkauft.
Die Arbonia erzielte im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr einen um 3,1 Prozent höheren Nettoumsatz von 1,416 Milliarden Schweizer Franken (umgerechnet rund 1,318 Milliarden Euro). Foto: Arbonia Quelle: Arbonia hat bekannt gegeben, dass sie ihre gesamte Fensterdivsion an die Dovista Gruppe verkauft.

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23. January 2020 | Teilen auf:

Arbonia wächst weiter trotz Rückgang in der Division Fenster

Die Arbonia erzielte im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr einen um 3,1 Prozent höheren Nettoumsatz von 1,416 Milliarden Schweizer Franken (umgerechnet rund 1,318 Milliarden Euro). Währungs- und akquisitionsbereinigt stieg der Umsatz laut Unternehmensangaben im Gesamtjahr 2019 um zwei Prozent (1,4 Prozent organisches Wachstum im 1. Halbjahr 2019, 2,5 Prozent organisches Wachstum im 2. Halbjahr 2019).
Verantwortlich für das tiefer als prognostiziert ausgefallene, organische Wachstum des Arbonia Konzerns sei die Division Fenster, die aufgrund des veränderten Produktmixes im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang hinnehmen musste. Dies führte allerdings zu einer besseren Profitabilität, heißt es vonseiten des Unternehmens. Die Umsatzentwicklung in den anderen drei Divisionen sei erwartungsgemäß verlaufen.
In allen Divisionen und Regionen, sowohl im Installationshandwerk als auch im produzierenden Segment, wirke sich zudem der nach wie vor vorherrschende Fachkräftemangel negativ aus. Gewisse Aufträge wurden laut Unternehmensmitteilung dadurch nicht realisiert oder ins nächste Jahr verschoben.
Die Division Fenster erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz von 358,2 Millionen Schweizer Franken (333,6 Millionen Euro), was einem Rückgang von 2,2 Prozent entspreche. Währungsbereinigt resultierte ein Rückgang von 0,5 Prozent, heißt es in der Unternehmensmitteilung. Die sehr starke Nachfrage nach Holz/Aluminium-Fenstern in der Schweiz habe dazu geführt, dass die Produktion schon zu Beginn der „Hochsaison“ an der Kapazitätsgrenze arbeitete, was zu längeren Lieferzeiten führte. Im Gegenzug sei die Nachfrage nach Kunststoff-Fenstern in der Schweiz tiefer ausgefallen als erwartet.
Obwohl der Umsatz dadurch sank, erwartet die Division eine Ergebnisverbesserung durch die bessere Ertragsqualität im Schweizer Markt, die weitere Verbesserung der Ertragslage im Wachstumsmarkt Polen sowie die Erhöhung der Ausstoßmengen und der Produktivität im Holz/Aluminium-Produktionskompetenzzentrum in Langenwetzendorf (D). Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Nachfrage nach Holz/Aluminium-Fenstern sollen die Kapazitäten auch im kommenden Jahr nochmals deutlich gesteigert werden, heißt es vonseiten des Unternehmens.
Die Division Türen erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz von 359,4 Millionen Schweizer Franken (rund 334,7 Millionen Euro), was einem Wachstum von 0,5 Prozent entspreche. Währungsbereinigt habe die Division ihren Umsatz um 3,7 Prozent gesteigert. Die Division konnte laut Unternehmensangaben 2019 in Deutschland ein starkes Wachstum verzeichnen und ihren Marktanteil in Stückzahlen auf über 20 Prozent ausbauen, getrieben durch die Wohnungsknappheit in den deutschen Großstädten und das weiterhin sehr attraktive Zinsumfeld. Neben dem Wohnungsbau bearbeite die Division auch den Hotelmarkt. In diesem neuen Zielsegment konnte der noch geringe Marktanteil weiter ausgebaut werden.
Die Arbonia sieht das Ebitda für das Jahr 2019 nach wie vor in der Bandbreite von 128 Millionen Schweizer Franken (rund 119,2 Millionen Euro) bis 136 Millionen Schweizer Franken (circa 126,6 Millionen Euro).