Derzeit geht die Messeleitung in München davon aus, dass zur BAU 2021 alle 18 Hallen der Messe belegen sein werden. Foto: Messe München/Loske Quelle: Messe München

Veranstaltungen

25. June 2020 | Teilen auf:

BAU bleibt optimistisch

Die BAU 2021 sieht sich weiter auf Kurs - das ist das Ergebnis nach den jüngsten Sitzungen von Fachbeirat und Kuratorium am 24. Juni mit Vertretern führender Aussteller und Fachverbände. Demnach soll ein 15-prozentiger Corona-Bonus auf den Beteiligungspreis den Ausstellern bei der Besucherwerbung helfen. Reinhard Pfeiffer, den stellvertretenden Vorsitzenden der Messe München, stimmt das positive Feedback aus dem Fachbeirat zuversichtlich: "Die BAU ist nach wie vor hervorragend gebucht, vor allem aus dem Ausland ist die Nachfrage hoch. Ich bin mir außerdem sicher, dass das Geschäftsleben über den Sommer und Herbst weiter an Fahrt aufnehmen wird. Mit dem 15-prozentigen Bonus wollen wir unseren Ausstellern die Möglichkeit geben, verstärkt in die Einladung ihrer Kunden zu investieren. Sicher werden wir bei der Besucherzahl diesmal Abstriche machen müssen. Aber mit unseren gemeinsamen Anstrengungen werden sich Qualität und auch Quantität der Besucher wieder auf einem hohen Niveau bewegen."
Dennoch hatten sich bereits im Vorfeld der Sitzung einige bekannte Namen und Marken wie beispielsweise Schüco, Novoferm, Teckentrup, HOPPE, Gutmann, Roto und Velux gegen eine Teilnahme an der BAU entschieden (wir hatten berichtet), wie auch die Messe in ihrer aktuellen Mitteilung einräumt. Für die Absagen wurden in erster Linie die gesundheitliche Verantwortung für Mitarbeiter und Messebesucher ins Feld geführt. Auch entspreche eine Messe mit Abstandsregelungen, strengen Hygienevorschriften und behördlichen Anordnungen nicht dem üblichen Charakter einer Präsenzmesse wie der BAU, wurde vielfach als Grund für eine Nicht-Teilnahme genannt. Hinzu käme, dass die veränderten Rahmenbedingungen für die Aussteller dazu führen, dass das bisherige Preis-/Leistungs-Gefüge im Rahmen einer Messebeteiligung in Schieflage gerate.
Und dann hat auch noch die Eurobaustoff Anfang der Woche (23. Juni) für 2021 abgesagt und dabei unter anderem auf Umfrageergebnisse verwiesen, die zeigen, dass auch besucherseitig mit einem deutlichen Rückgang in München zu rechnen ist. Unisono gaben aber alle Nicht-Teilnehmer in 2021 an, das dies kein Abschied für immer sei und eine Präsenzmesse wie die BAU weiterhin eine sehr hohe Bedeutung als Kommunikationsplattform für die Branche habe.