"Die Möglichkeit, zukünftig auch beruflich qualifizierte Fachkräfte aus Drittstaaten zu beschäftigen, ist ein wichtiges Signal im Hinblick auf die Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs und die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel, das vom Bundestag beschlossene Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Das am 7. Juni verabschiedete Gesetz soll die Einwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern in den deutschen Arbeitsmarkt deutlich erleichtern.
Die Öffnung des Arbeitsmarkts für beruflich Qualifizierte sei ein dringend überfälliger Schritt, so Babiel. Jetzt werde es darauf ankommen, das Gesetz mit Leben zu füllen und die zuständigen Behörden im In- und Ausland sowie die für die Anerkennung von Qualifikationen zuständigen Stellen mit den notwendigen Ressourcen auszustatten, um die vorgesehenen Verfahren zügig umsetzen zu können. "Ob die aus unserer Sicht teilweise zu hohen Anforderungen an Sprache und Qualifikation sich als Hürde erweisen werden, muss nun die Praxis zeigen. Sollten sich unsere Befürchtungen aber bestätigen, erwarten wir, dass die Politik, basierend auf den gewonnenen Erfahrungen, mit den entsprechenden Anpassungen reagiert, um das Ziel des Gesetzes nicht zu gefährden", sagt Babiel.

Die Bauindustrie sieht das kürzlich beschlossene Fachkräfteeinwanderungsgesetz positiv. Foto: Pixabay/bridgesward
2019-06-11T11:37:53Z Bauindustrie sieht Fachkräfteeinwanderungsgesetz positiv
zuletzt editiert am 24. August 2020