Die Baupreise steigen weiter. Grafik: Destatis

Bauwirtschaft

15. July 2020 | Teilen auf:

Baupreise für Wohngebäude im Mai gegenüber Vorjahr gestiegen

Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland steigen weiter – aber nicht so stark wie in den drei zurückliegenden Jahren: Im Mai 2020 lagen sie um drei Prozent höher als im Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist das der niedrigste Anstieg der Baupreise gegenüber dem Vorjahr seit Mai 2017 (+2,9 Prozent gegenüber Mai 2016). Im Februar 2020 habe der Preisanstieg im Jahresvergleich bei 3,4 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Februar 2020 erhöhten sich die Baupreise im Mai 2020 den Angaben zufolge um 0,4 Prozent.
Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden seien von Mai 2019 bis Mai 2020 um 2,8 Prozent gestiegen. Den größten Anteil an den Rohbauarbeiten und auch am Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden haben den Angaben zufolge die Betonarbeiten und die Mauerarbeiten. Betonarbeiten seien gegenüber Mai 2019 um 2,2 Prozent teurer geworden, Mauerarbeiten um 2,9 Prozent. Für Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten erhöhten sich die Preise um 3,2 Prozent und Zimmer- und Holzbauarbeiten kosteten zwei Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Preise für Ausbauarbeiten hätten im Mai 2020 gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Prozent zugenommen. Unter den Ausbauarbeiten haben laut Destatis die Tischlerarbeiten den größten Anteil am Preisindex für Wohngebäude. Für diese erhöhten sich die Preise demnach um 2,5 Prozent. Die Preise für Metallbauarbeiten erhöhten sich den Angaben zufolge um 3,3 Prozent.
Die Preise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) seien gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent gestiegen. Die Neubaupreise für Bürogebäude und für gewerbliche Betriebsgebäude seien um jeweils 3,1 Prozent gestiegen.