Metallhandwerk
Von weitgehender Stabilität ist die Stimmung im nordrhein-westfälischen Metallhandwerk zum Ende des 1. Halbjahres gekennzeichnet. Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen schätzen ihre aktuelle Lage als gut oder besser ein, jedes Sechste maximal mit ausreichend. Foto: Redaktion
14.07.2017 Bauwirtschaft

Stabilität im nordrhein-westfälischen Metallhandwerk

Von weitgehender Stabilität ist die Stimmung im nordrhein-westfälischen Metallhandwerk zum Ende des 1. Halbjahres gekennzeichnet. Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen schätzen ihre aktuelle Lage als gut oder besser ein, jedes Sechste maximal mit ausreichend.

Der Auftragsbestand beträgt nach Angaben des Fachverband Metall NW knapp neun Wochen, dabei liegt die Auftragsreichweite beim Maschinen- und Werkzeugbau drei Wochen unterhalb des Vorquartalwertes. Die Mehrzahl der Unternehmen rechnet auch für den Rest des Jahres mit einer stabilen Auftragslage. Nach wie vor ist die Investitionsneigung der Metaller in Nordrhein-Westfalen gebremst: Lediglich jedes zweite Unternehmen plant weitere Investitionen. Hierfür sind nicht zuletzt die am Markt erzielbaren Preise verantwortlich: Fast jeder zweite Betrieb kann nur ausreichende oder mangelhafte Preis realisieren.

Leicht verschärft zum Vorquartal hat sich die Lage beim Fachkräftemangel. Annährend zwei von drei Unternehmen sehen hierin eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Monate. In seiner Bedeutung weiter gewonnen hat der sich weiter verschärfende Preiswettbewerb. Mehr als 54 Prozent der befragten Unternehmen sehen diese Entwicklung mit zunehmender Sorge. Gleichzeitig steigen die Kosten der Vorleistungen.

„Leider bremst der Fachkräftemangel manche Unternehmen in ihrer Entwicklung. Zudem tragen steigende Preise bei Vorleistungen und Materialien gepaart mit einem – auch bei hohen Auslastungen zu beobachten Preiswettbewerb auf den Absatzmärkten nicht zu einer besseren Ertragslage bei. Die nach wie vor zu beobachtende Investitionszurückhaltung ist Ausdruck dieses Dilemmas“, sagt Stephan Lohmann, Geschäftsführer des Fachverbandes Metall NW. 

Der Fachverband Metall NW vertritt als Arbeitgeberverband in Nordrhein-Westfalen mehr als 3.400 mittelständische Unternehmen des Metallhandwerks. Mit rund 58.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund 6,3 Milliarden Euro erwirtschaften die Unternehmen für annähernd 150.000 Menschen in NRW den Lebensunterhalt.



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