Metallhandwerk
Die konjunkturelle Lage im deutschen Metallhandwerk hat sich zur Jahreshälfte 2017 noch einmal verbessert. Grafik: BVM
31.07.2017 Bauwirtschaft

Unternehmen im Metallhandwerk freuen sich über hohe Auslastung

Die konjunkturelle Lage im deutschen Metallhandwerk hat sich zur Jahreshälfte 2017 noch einmal verbessert. Das hat das Konjunkturblitzlicht ergeben, eine Gemeinschaftsaktion von Bundesverband (BVM) und Landesverbänden des Metallhandwerks. Demnach melden über acht Prozent der Metallbaubetriebe eine gegenüber dem Jahresbeginn nochmals verbesserte Geschäftslage. Über 41 Prozent verzeichnen eine gestiegene Auftragslage. Der Optimismus wird dabei von Erwartungen auf gleichbleibend hohem Niveau getragen. Dennoch ist nach wie vor die Investitionsneigung der Metaller gebremst: Lediglich 42 Prozent der Unternehmen planen weitere Investitionen, 54 Prozent der Unternehmen planen keine Investitionen.

„Das Wachstum der vielen kleinen und mittleren Unternehmen wird von zwei wesentlichen Schwierigkeiten gebremst“, sagt BVM-Präsident Erwin Kostyra. 74 Prozent der Betriebe stellen den Fachkräftemangel als größtes Problem dar. Über 43 Prozent klagen über verschärften Preiswettbewerb, was die Rentabilität und Investitionsbereitschaft belastet. „Der Fachkräftebedarf spitzt sich immer mehr zu und bereitet uns große Sorge. Aufträge können mangels Fachpersonals nicht realisiert werden, trotz ansonsten guter Verfassung und technischer Ausstattung der Betriebe“, kommentiert Dr. Michael Oelck, neuer Hauptgeschäftsführer des BVM. „Der Bundesverband Metall liegt mit seinen Landesverbänden und Innungen daher richtig, wenn er einen Schwerpunkt auf die Image-Werbung für die Marke Metallhandwerk legt. Und auf die Nachwuchswerbung, bei der die Berufsorientierung bereits in den Schulen in den Regionen mit Material, Schulung und professioneller Begleitung intensiviert wird“, führt Kostyra abschließend aus.

Zum Ende des ersten Halbjahres 2017 ist die Stimmung im deutschen Metallhandwerk von weitgehender Stabilität gekennzeichnet. Drei Viertel der Unternehmen schätzen ihre aktuelle Lage als gut oder besser ein, lediglich sieben Prozent als ausreichend oder mangelhaft.

Das Konjunkturblitzlicht erscheint zweimal pro Jahr. An der aktuellen Umfrage waren 729 Unternehmen beteiligt. Zum Metallhandwerk gehören über 36.500 Metallbau- und Feinwerkmechanikbetriebe, die rund 57 Milliarden Umsatz erzielen und circa 465.000 Menschen beschäftigen. Mit über 27.000 Auszubildenden gehört das Metallhandwerk zu den ausbildungsstärksten Branchen in Deutschland. 



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