Bundesbetriebsvergleich TSD
Seit einigen Jahren verzeichnet das Tischler- und Schreinerhandwerk eine stabil hohe Auftragslage und auch 2016 war für die gesamte Branche durchaus ein gutes Jahr. Diese positive wirtschaftliche Situation zeigt sich in den Ergebnissen des Bundesbetriebsvergleichs der Tischler Schreiner Deutschland. Grafik: TSD
10.10.2017 Bauwirtschaft

Tischler Schreiner Deutschland vergleichen die Betriebe

Seit einigen Jahren verzeichnet das Tischler- und Schreinerhandwerk eine stabil hohe Auftragslage und auch 2016 war für die gesamte Branche durchaus ein gutes Jahr. Diese positive wirtschaftliche Situation zeigt sich in den Ergebnissen des Bundesbetriebsvergleichs der Tischler Schreiner Deutschland (TDS). Demnach ist die Gesamtkapitalrentabilität bei allen vier Betriebsgrößenklassen deutlich positiv und mit einem Gesamtdurchschnittswert von 6,3 Prozent unter Berücksichtigung des aktuellen Zinsniveaus akzeptabel. Auch der betriebliche Eigenkapitalanteil kann in Anbetracht des kapitalintensiven Tischler- und Schreinerhandwerks als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden. Er liegt im Gesamtdurchschnitt bei 39,5 Prozent. Selbst die Wertschöpfung je Beschäftigtem behielt ihr hohes Niveau und betrug im Gesamtdurchschnitt knapp unter 65.000 Euro.

Alle zwei Jahre untersucht Tischler Schreiner Deutschland die wirtschaftlichen Kennzahlen der Branche und veröffentlicht die Ergebnisse im Bundesbetriebsvergleich – dem umfassendsten Einblick in die aktuelle Situation der Kapital-, Leistungs- und Kostenstruktur des deutschen Tischler- und Schreinerhandwerks. Ein Direktvergleich mit 2014 führe jedoch in die Irre, denn „2014 hatten wir praktisch bei allen Untersuchungsbereichen Spitzenwerte“, erklärt TSD-Hauptgeschäftsführer Martin Paukner die besondere Situation. „Verglichen mit den aktuellen Zahlen ergäbe sich daraus eine negative Tendenz, die das tatsächliche Bild verfälschen würde.“ Tatsächlich bewegen sich die Werte insgesamt auf einem zufriedenstellenden bis guten Niveau. Beim betriebswirtschaftlichen Ergebnis beispielsweise erreicht die kleinste untersuchte Betriebsgröße (weniger als fünf Beschäftigte) durchschnittlich die „Schwarze Null“, während Betriebe ab fünf Mitarbeitern im Schnitt ein positives Betriebsergebnis vorweisen. Dennoch fielen die Betriebsergebnisse im Jahr 2016 schwächer aus. „Das liegt vor allem daran, dass die betrieblichen Kosten im gleichen Zeitraum gestiegen sind“, erklärt Paukner und weiter: „Solche Erkenntnisse zeigen sich erst im Vergleich. Jetzt müssen die richtigen Schlüsse gezogen werden.“

Daher empfiehlt Tischler Schreiner Deutschland allen Betrieben, die eigenen betrieblichen Zahlen und Kennziffern genau zu analysieren und mit den Branchenwerten zu vergleichen. Darüber hinaus sollten Unternehmer ein besonderes Augenmerk auf die Themenkreise Verkauf, Preise und Prozesse legen. „Hier sehen wir in den kommenden Jahren weitere Herausforderungen auf das Gewerk zukommen“, schließt Paukner. 

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