Bulle und Bär - Wirtschaft
Mit einem robusten Wachstum von zwei Prozent rechnet das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr. Allerdings werde das Fehlen der Fachkräfte immer mehr zu einer hausgemachten Wachstumsbremse entwickeln, prognostizieren die Experten. Foto: geralt/Pixabay
27.11.2017 Bauwirtschaft

Fachkräftemangel bremst Wachstum

Mit einem robusten Wachstum von zwei Prozent rechnet das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr. Allerdings werde sich das Fehlen der Fachkräfte immer mehr zu einer hausgemachten Wachstumsbremse entwickeln, prognostizieren die Experten.

In den vergangenen Monaten hat sich die deutsche Wirtschaft besser entwickelt als von vielen vermutet. Das Bruttoinlandsprodukt wird 2017 um gut 2,25 Prozent zulegen. Das dies auch erst einmal so weitergehe, glaubt die Mehrheit der knapp 2.900 im Rahmen der IW-Konjunkturumfrage befragten Unternehmen. Fast die Hälfte der Firmen geht von einer steigenden Produktion in 2018 aus, nur neun Prozent erwarten einen Rückgang. Der Saldo aus positiven und negativen Meldungen liegt somit leicht über den Werten vom Frühjahr 2017. Für 2018 erwarten 42 Prozent der Firmen höhere Investitionen als in diesem Jahr. Elf Prozent gehen von niedrigeren Investitionen aus. Die gut laufenden Geschäfte, begünstigt durch den weiter anziehenden Export, stärken auch den Arbeitsmarkt: 41 Prozent der Unternehmen wollen im kommenden Jahr ihr Personal aufstocken. Nur zehn Prozent planen mit weniger Mitarbeitern.

Die Konjunkturdynamik könnte noch stärker sein, doch der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften bremst die Unternehmen, heißt es aus Köln. Viele arbeiten bereits am Limit – gut ein Drittel spricht sogar von einer Überauslastung. 47 Prozent der Firmen bestätigen, dass fehlende Fachkräfte die Produktionsmöglichkeiten begrenzen. Unter den Betrieben, die bereits eine Überauslastung feststellen, sprechen sogar zwei Drittel von einem Fachkräftemangel. Das Fehlen von qualifizierten Mitarbeitern hemmt zudem die Investitionsanreize: „Die Unternehmen würden in Deutschland mehr in Sachkapital und Technologie investieren, wenn sie mehr Fachkräfte in den meisten Wirtschaftsbereichen zur Verfügung hätten“, sagt IW-Direktor Michael Hüther.



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