20.11.2019 Bauwirtschaft

Baugenehmigungen in den ersten neun Monaten rückläufig

Wohnungsbau
Der sogenannte Bauüberhang wächst seit Jahren. Foto: Pixabay

Von Januar bis September 2019 wurde in Deutschland der Bau von 257.900 Wohnungen genehmigt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren dies 1,9 Prozent weniger Baugenehmigungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Genehmigungen galten sowohl für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis September 2019 rund 221.800 Wohnungen genehmigt. Dies waren 3 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser ist geringfügig um 0,5 Prozent gestiegen. Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser sank um 1,5 Prozent, die für Mehrfamilienhäuser um 3,4 Prozent. "Die Talfahrt bei den Wohnungsbaugenehmigungen setzt sich weiter fort. Unsere Befürchtungen, dass die Zunahme an Regulierungen den Investitionen schadet, haben sich bewahrheitet", sagt Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

Die Zahl neuer Baugenehmigungen ist weiterhin höher als die Zahl der Baufertigstellungen, wie das Statistische Bundesamt betont. So nehme die Zahl der Bauvorhaben, die noch nicht begonnen beziehungsweise noch nicht abgeschlossen wurden (der sogenannte Bauüberhang), seit einigen Jahren zu.

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