31.03.2020 Bauwirtschaft

Aktuelles für die Baubranche zur Corona-Krise (Stand 31. März)

SARS-CoV-2
SARS-CoV-2. Foto: Tumisu/Pixabay

Ein Aufatmen dürfte am Mittwoch (25. März) durch die Baubranche gegangen sein, als der Erlass des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) über die Fortführung der Baumaßnahmen im Hochbau, Straßenbau und Wasserbau bekannt gegeben wurde. Bundesminister Scheuer und die Verbände der Bauwirtschaft stimmen in der Meinung überein, dass eine Fortsetzung der Baustellen auch in Zeiten der Corona-Krise in Deutschland geboten ist, um die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur in Deutschland weiter zu erhöhen. Diese Leistungsfähigkeit sei für die Bevölkerung und die Wirtschaft notwendig, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise schnell überwinden zu können, hieß es dazu.

Bundesminister Scheuer sichert außerdem zu, dass kurzfristig zwischen dem BMVI und der Bauwirtschaft Gespräche über die faire Verteilung Corona-bedingter Baustellenmehrkosten aufgenommen werden. Das bezieht sich auch auf Mehrkosten für den erhöhten Gesundheitsschutz der Bauarbeiter beim Transport auf die Baustellen und bei ihren Tätigkeiten. 

Scheuer und die Verbände der Bauwirtschaft seien sich zudem einig, wie es dazu in einer gemeinsamen Presseerklärung der Verbände hieß, dass die dafür notwendigen finanziellen Mittel derzeitige und zukünftige Investitionshaushalte der Infrastruktur nicht belasten dürfen, sondern aus Fördermitteln des Bundes zur Bekämpfung der Corona-Krise bereitgestellt werden müssen. Zudem stehen diesen Mitteln erhebliche Einsparungen aus nicht in Anspruch genommenem Kurzarbeitergeld für die Arbeitnehmer auf den Baustellen gegenüber.

Ein wichtiges Signal, denn Bauunternehmen leisten derzeit hohe Anstrengungen, um den Baustellenbetrieb, trotz der fehlenden Bauarbeiter aus den europäischen Ländern, aufrechtzuerhalten. Der Betrieb läuft zwar deutlich langsamer, aber er lässt sich managen. Auch die Baustoffbranche meldet bisher volle Lieferfähigkeit und der Geschäftsbetrieb läuft weiter, wenn auch unter zunehmend erschwerten Umständen.

Die große Frage ist jetzt, wie lange an den Beschränkungen auf nationaler Ebene festgehalten wird. Eine dreimonatige Teilschließung der Wirtschaft könnte Deutschland 700 Milliarden Euro kosten, hat das Ifo-Institut aktuell ausgerechnet. Soweit sind wir noch nicht, aber je länger die Ausnahmesituation anhält, desto größer, so die Befürchtungen, werden auch die Bremsspuren in der Bauwirtschaft sein, wenn auch mit deutlicher Verzögerung. Daher ist die Politik nach der Verabschiedung der Hilfsprogramme weiter gefordert, nun schnellstmöglich einen Plan für die Zeit nach dem Shutdown zu entwickeln.

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