23.04.2020 Bauwirtschaft

37 Prozent der Baufirmen fahren Kurzarbeit

Baustelle
Nur zwei Prozent der Baufirmen wollen Mitarbeiter entlassen oder befristete Jobs nicht verlängern. Foto: Pixabay

In der Corona-Krise fahren 50 Prozent der deutschen Unternehmen Kurzarbeit, 18 Prozent wollen Jobs abbauen. Das ist das vorläufige Ergebnis der neuesten Umfrage des Ifo Instituts im April. Im Handel befinden sich Mitarbeiter derzeit bei 55 Prozent der Unternehmen in Kurzarbeit, in der Industrie 53 Prozent, bei den Dienstleistern 48 Prozent und auf dem Bau 37 Prozent. "Für viele Unternehmen ist Kurzarbeit ein Mittel der Wahl, um kurzfristige Umsatzausfälle abzufedern und ihre Belegschaft zu halten", sagt der Leiter der Ifo-Befragungen, Klaus Wohlrabe.

Für einen Antrag auf Kurzarbeit müssen zunächst Überstunden und Zeitguthaben abgebaut werden. Diese Maßnahmen haben 69 Prozent der Firmen veranlasst. Auf dem Bau sind es 54 Prozent. Mitarbeiter entlassen oder befristete Jobs nicht verlängern wollen 18 Prozent der Unternehmen. Nur zwei Prozent sind es auf dem Bau. 46 Prozent der Firmen wollen Investitionen verschieben, darunter 31 Prozent auf dem Bau. Im Schnitt rechnen die Unternehmen damit, dass die Einschränkungen des öffentlichen Lebens rund 3,9 Monate lang dauern. Schließungen und Produktionsstopp erleben 15 Prozent der Firmen, darunter zwölf Prozent auf dem Bau.

84 Prozent der Firmen spüren einen Umsatzrückgang durch die Corona-Krise, nur vier Prozent einen Anstieg, zwölf Prozent sehen keinen Unterschied. Gewinner der Corona-Krise ist das Home-Office. Mit einer verstärkten Nutzung reagieren 76 Prozent der Unternehmen. Das betrifft 67 Prozent auf dem Bau.

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