Unternehmenshauptsitz
Der Unternehmenshauptsitz in Rümlang, Schweiz. Foto: Dormakaba

Dormakaba will Teile von Stanley Black & Decker übernehmen

Einen weiteren Schritt auf dem Weg, die Geschäftsausweitung in Nordamerika voranzutreiben, hat die Dormakaba Gruppe, Rümlang/Schweiz, zurückgelegt. Der Konzern unterzeichnete jetzt eine Vereinbarung, Teile des Mechanical-Security-Geschäftes von Stanley Black & Decker zu übernehmen. Der Kaufpreis beträgt 725 Millionen US-Dollar (umgerechnet 697,7 Millionen Euro). Die Transaktion umfasst Stanley Commercial Hardware, die hauptsächlich auf Nordamerika fokussiert ist und eine Produktionsstätte in Taiwan beinhaltet, sowie GMT in China. Sargent and Greenleaf, ein ebenfalls zum Mechanical-Security-Geschäftsbereich von Stanley Black & Decker gehörender Anbieter von Sicherheitsschlössern, ist nicht Teil der Transaktion.

Das gesamte Geschäft, das übernommen wird, erwirtschaftet 2016 einen geschätzten Netto-Umsatz von etwa 276 Millionen US-Dollar (265 Millionen Euro) und ein bereinigtes Ebitda von circa 52 Millionen US-Dollar (50 Millionen Euro), was eine Ebitda-Marge von etwa 19 Prozent ergibt.

Vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen wird mit dem Vollzug der Transaktion im 1. Quartal 2017 gerechnet. Die vollständige operative Integration dürfte bis zu drei Jahre dauern, wobei zunächst das erworbene Geschäft aus Stanley Black & Decker herausgelöst wird und die geschäftsunterstützenden Funktionen in Dormakaba integriert werden.

Stanley Commercial Hardware beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter und operiert mit drei Hauptmarken, wozu auch Best gehört, eine laut Dormakaba der anerkanntesten und vertrauenswürdigsten Marken in der Branche. Die breite Palette an mechanischen Produkten und Zutrittslösungen sowie kabellosen und Cloud-basierten elektronischen Schlössern ist in mehr als 350.000 Standorten bei Kunden in ganz Nordamerika installiert. Dies bietet Dormakaba, neben weiteren Vorteilen, eine attraktive und stabile Basis für Folgegeschäfte.

Stanley Commercial Hardware verfügt auch über einen starken Leistungsausweis bezüglich Neubauprojekten, was auf ihre etablierten Spezialisten im Bereich von Gebäudespezifizierung zurückzuführen ist, die früh im Bauzyklus Beratung zu Zutritts- und Sicherheitslösungen bieten. Dies wird es Dormakaba nach eigenen Angaben ermöglichen, an zusätzlichen Bauausschreibungen teilzunehmen und im Wettbewerb um große Neubauprojekte mit einem kompletten Produktangebot anzutreten.

Die in China ansässige GMT, die ebenfalls Teil der Akquisition ist, beschäftigt rund 600 Mitarbeiter und ist ein etablierter Anbieter von kommerziellen Hardware-Produkten hauptsächlich für Märkte in mittleren und tieferen Preissegmenten. GMT ist eine bekannte Marke für Bodenscharniere für Glastüren und Türbeschläge in China.

„Diese Transaktion baut auf dem Dormakaba Zusammenschluss auf, der unsere globale Marktstellung massiv verstärkt hat, sowie auf dem kürzlich vollzogenen Erwerb von Mesker, 
mit dem wir unser Angebot in Nordamerika auf alle wichtigen Türkomponenten einschließlich manueller Türen ausweiten. Die Akquisition von Stanley Commercial Hardware stellt nun eine einzigartige strategische Gelegenheit dar, unser Geschäft erheblich zu vergrößern. Wir werden damit im attraktiven nordamerikanischen Markt zu einem Top-3-Anbieter und können unseren Kunden das gesamte Portfolio an Türbeschlägen und Zutrittskontrollsystemen bieten”, erläutert  Riet Cadonau, CEO von Dormakaba, die Beweggründe für den Zukauf.

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