Vertragsunterzeichnung Roto-Wollenberg
Streben mit einem „völlig neuen Konzept“ nicht zuletzt die Sicherung der langfristigen Serviceführerschaft an (v. l.): Roto-Finanzvorstand Michael Stangier , Vorstandsvorsitzender Dr. Eckhard Keill und Wollenberg-Geschäftsführer Ulrich Wollenberg bei der Vertragsunterzeichnung. Foto: Roto

Roto kauft erneut strategisch ein

Als zukunftsorientierten Schritt zur Sicherung der „langfristigen Serviceführerschaft“ bezeichnet Roto Frank, Leinfelden-Echterdingen, die zweite Firmenakquisition im laufenden Jahr. Nach dem speziell für das internationale Geschäft relevanten Erwerb des chinesischen Beschlagzulieferers Union ziele der aktuelle Kauf des in Berlin ansässigen Unternehmens Wollenberg zunächst primär auf den deutschen Heimatmarkt. Mit Wirkung zum 1. November geht Wollenberg in seinen Besitz des Fenster- und Türtechnikherstellers über. Das Unternehmen biete mit knapp 40 Mitarbeitern unter anderem Dienstleistungen bei der nachträglichen Verbesserung von Fenstern und Türen an. Der Firmengründer Ulrich Wollenberg, der als ehemaliger Roto-Gebietsverkaufsleiter in Ostdeutschland über fundierte Kenntnisse verfügt, bleibt auch nach der Transaktion wie bisher Geschäftsführer.

Die Übernahme stellt das erste konkrete Resultat eines „völlig neuen Servicekonzeptes“ dar, betont Dr. Eckhard Keill. Es soll nach Aussage des Roto-Vorstandsvorsitzenden einerseits die in die gegebene Konzernstruktur „nur schwer integrierbare Aftersales-Leistungen“ für Fenster- und Türenhersteller erheblich verbessern und verbreitern. Andererseits ebne es einen „innovativen und bisher einzigartigen Weg“ zur Nachversorgung bereits eingebauter Elemente mit Dichtung und Beschlag. Letztlich trage man so der Verantwortung der ganzen Branche für zufriedene Endkunden Rechnung. Es komme in den nächsten Jahren darauf an, diese „Vorwärtsstrategie“ in Zusammenarbeit mit den Fenster- und Türenproduzenten fest zu etablieren und im gemeinsamen Sinne weiterzuentwickeln.

Die durch die Akquisition jetzt eingeleitete Neuausrichtung des Servicebereiches betreffe Roto-Funktionen wie den Ersatzteildienst. Dabei gilt der Begriff „Nachversorgung“ laut Keill sowohl für das klassische Ersatzteil- und Reparaturgeschäft als auch für die spätere Aufrüstung von Elementen. Sie gewinne gerade mit Blick auf die wachsende Notwendigkeit an Bedeutung, Fenster und Türen „Ready for Smart Home“ zu machen. Ob die entsprechenden Strukturen in der Schwesterdivision Dach- und Solartechnologie hier ebenfalls eingebunden würden, hänge jeweils von der lokalen Situation ab.



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