EPD
Vertreter verschiedener Organisationen, in der Mitte Joachim Kieker von der ARGE, mit ersten EPD. Foto: ARGE
Podiumsdiskussion
Eine internationale Runde tauscht sich zum Thema im Rahmen einer Podiumsdiskussion aus. Foto: ARGE
Solvay Bibliothèque
Stilvoller Rahmen in der Solvay Bibliothèque in Brüssel. Foto: ARGE

Erste neue EPD wurde in Brüssel vergeben

Die ersten neuen Environmental Product Declarations (EPD),  die von allen Teilnehmerländern der ECO Plattform anerkannt werden, konnte jüngst Joachim Kieker, Generalsekretär der  ARGE (Europäischer Dachverband der Schloss- und Beschlagindustrie) bei einer Veranstaltung in der Solvay Bibliothèque in Brüssel in Empfang nehmen. Die Teilnehmer der Veranstaltung erhielten zudem Einblick in die bisherigen Erfolge bei der Harmonisierung der europäischen EPD. So geht Europa wichtige Schritte hin zu einem gemeinsamen Qualitätsstandard für lebenszyklusorientierte Daten von Bauprodukten.

Mit der Festlegung von Qualitäts- und Verifikationsrichtlinien für eine gemeinsame Kern-EPD sowie mit einem Auditverfahren für die Programmbetreiber wurde somit ein Erfolg erzielt. Damit sei das Haupthindernis für die Harmonisierung der EPD beseitigt. Die anwesenden Vertreter einiger „Green Building Labels“ (Zertifizierungssysteme für nachhaltiges Bauen), die EPD in ihrer Gebäudebewertung verwenden, stellten den Mehrwert für Produkte mit einer ECO-EPD dar. Des Weiteren erläuterten die Gastgeber, dass die Daten der ECO-EPD zukünftig auch in die nationalen Datenbanken wie die Ökobaudat in Deutschland und Frankreichs Inies aufgenommen werden sollen.

Die Anwendungen der EPD sind vielfältig. Ökobilanzierung (LCA), Zertifizierungssysteme für nachhaltiges Bauen, Datenbanken, öffentliche und private Beschaffung, Umweltlabel (Typ I), Umwelt-Kommunikation, Building Information Modelling (BIM). Sie alle verlangen Produktinformationen. Und alle diese Anwendungen verlangen bislang unterschiedliche Informationen in verschiedenen Datenformaten. Die Bereitstellung bedeutet einen enormen Aufwand für die Hersteller. EPD werden hingegen als Kombinationslösung gesehen. Sie liefern zunächst lediglich einen neutralen Datensatz. Im Rahmen der Erstellung der EPD stellt die Industrie dazu ihre produktspezifischen Daten einmal zur Verfügung. Einmal in kompatiblen Datenbanken übernommen können sie so mehrfach für verschiedene Anwendungszwecke genutzt werden. Zur Bewertung können dann Benchmarks oder spezielle Anwendungsszenarien herangezogen werden. Mit diesem Ansatz wird der Aufwand für die Bereitstellung von Daten für alle relevanten Anwendungsfälle erleichtert. Nachhaltiges Bauen und nachhaltige Beschaffung können mit akzeptablem Aufwand seitens der Industrie Realität werden.

Aus den genannten Gründen sind die ECO-EPD der ARGE auch für die deutschen Hersteller der Schloss- und Beschlagindustrie wichtig. Wie die bereits existierenden nationalen EPD werden auch die ARGE-EPD den Mitgliedern des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) in Kürze unentgeltlich in englischer und mittelfristig in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt werden.

 

 

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