Roto Firmen- und Organisationsstruktur
Mit einer neuen Firmen- und Organisationsstruktur will die Roto Gruppe, Leinfelden-Echterdingen, die Weichen für weiteres Wachstum stellen. Grafik: Roto

Roto strukturiert Unternehmensgruppe um

Mit einer neuen Firmen- und Organisationsstruktur will die Roto Gruppe, Leinfelden-Echterdingen, die Weichen für weiteres Wachstum stellen. Wie der Bauzulieferer mitteilt, treten die Veränderungen zum Jahresbeginn 2019 in Kraft. Das Herzstück sei die Bildung von einer Holdinggesellschaft und drei eigenständigen, voll ergebnisverantwortlichen Unternehmen. Insgesamt beschäftige die Gruppe aktuell etwa 4.900 Mitarbeiter und habe 2017 einen Umsatz von 633,5 Millionen Euro erzielt. Ihre starke Internationalität schlage sich gegenwärtig unter anderem in 18 Produktionsstätten auf vier Kontinenten nieder. Bei der Umstrukturierung gelte die Devise „dezentral geht vor zentral“. Die Gruppe werde dadurch schneller, ökonomischer, effizienter und damit letztlich noch kundennäher. Zudem blieben so Sicherheit und Verlässlichkeit für Mitarbeiter, Kunden, Marktpartner und Lieferanten ebenso erhalten wie die Solidität des Eigentümers.

Im Einzelnen fungiere die von Dr. Eckhard Keill als Vorstand geführte Roto Frank Holding AG ab 2019 als „non operative“ Dachgesellschaft. Sie sei primär unter anderem für die generelle Strategiefindung und -überwachung, das Gebiet Patente und Recht, die Akquisitionspolitik, Corporate Identity (CI) und Corporate Design (CD) sowie die allgemeine Unternehmenskommunikation verantwortlich. Außerdem vertrete sie die Eigentümerrechte in den drei Gruppen-Firmen und übe bei ihnen zusammen mit den Aufsichtsgremien die Kontrollfunktion aus.

Die positiven Auswirkungen der geringeren Komplexität zeigten sich zum Beispiel bei der Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH. Der Hersteller von Beschlag-, Schloss-, Bänder-, Schwellen- und Dichtprofilsysteme könne sich darauf konzentrieren, die Vielfalt der internationalen Fenster- und Türenmärkte zu bearbeiten. Die weltweite Ausrichtung schlage sich in 15 Produktionsstätten, knapp 30 Logistik-Verteilzentren und fast genauso vielen Vertriebsgesellschaften nieder. Den Vorsitz der Geschäftsführung der neuen Firma werde im Verlauf des nächsten Jahres eine externe Persönlichkeit übernehmen und dann Keill in dieser Position ablösen. Kaufmännischer Geschäftsführer sei Michael Stangier. Der aktuelle Finanzvorstand der Roto Frank AG verfüge mit seinem langjährigen Know-how über die „sehr wichtige Expertise“, um gerade die hohen internationalen Anforderungen professionell zu managen. Für die Beschäftigten bleibe im Kern „alles beim Alten“. Auf Kontinuität „fest verlassen“ könnten sich auch die Kunden.

Bei der Roto Frank Dachsystem-Technologie GmbH soll der Name die Kernkompetenz transportieren, die in der Entwicklung zum Vollsortimenter bei Dachfenstern zum Ausdruck komme. Außerdem integriere er die angrenzenden Portfolio-Bereiche wie Sonnenschutz und Bodentreppen. Am Hauptsitz in Bad Mergentheim, in den drei Werken, vier Vertriebsplattformen sowie in derzeit 15 Vertriebsniederlassungen seien circa 1.200 Mitarbeiter beschäftigt. Auch bei ihnen werde die Neustrukturierung in der Praxis keine Auswirkungen haben. Gleiches treffe auf die Profi-Kunden in Handel, Handwerk und Planung zu. Die bisherige Leitung bleibt mit Christoph Hugenberg als künftiger Vorsitzender der Geschäftsführung unverändert.

Mit der Roto Frank Professional Service GmbH bündelt der Bauzulieferer nach eigenen Angaben sein strategisches Nachversorgungs-Engagement in einer separaten Gesellschaft. Damit dokumentiere er seine „langfristigen Ambitionen“ in dem Sektor und positioniere sich als fester Ansprech- und Projektpartner für Endkunden, Hersteller und Händler. Das Unternehmen mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen soll sich als kompletter Dienstleister bei Reparatur, Nachbesserung, Modernisierung und Aufwertung von Fenstern und Türen etablieren. Es werde von Dr. Christian Faden geführt, der als jetziger Leiter Corporate Development aus den eigenen Reihen komme. In die „3. Division“ seien gegenwärtig vier im Nachsorgegeschäft versierte Fachbetriebe aus Deutschland und der Schweiz integriert, die seit Oktober 2017 zur Roto Gruppe stießen. Dabei handele es sich um Wollenberg aus Berlin, Dachfenster Keller aus Thalheim bei Winterthur/Schweiz, Pfeil und Söhne aus München und Wiedemann Sicherheitsbeschläge aus Hannover.

Mehr zur Umstrukturierung bei Roto lesen Sie im nächsten schloss+beschlagmarkt.

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