Stefan Fischbach (l.) und Nico Delvaux
Können auf ein sehr zufriedenstellendes Jahr zurück blicken: Stefan Fischbach (l.), Geschäftsführer und Market Region Manager D/A/CH bei Assa Abloy und Präsident sowie CEO Nico Delvaux. Foto: Redaktion/kosi

Assa Abloy verbucht gutes Jahresergebnis und plant dennoch Schließungen

Mit einem organischen Wachstum um sechs Prozent im 4. Quartal ist Assa Abloy zu einem sehr zufriedenstellenden Jahresergebnis für 2018 gekommen. Die schwedische Unternehmensgruppe verbucht für das Vorjahr ein organisches Umsatzwachstum von fünf Prozent. Das akquirierte Nettowachstum betrug im Quartal drei Prozent und im Gesamtjahr zwei Prozent. Ein besonders starkes organisches Wachstum waren in Amerika (14 Prozent) und Asien-Pazifik (elf Prozent) zu verzeichnen, ebenfalls im Bereich Global Technologies (acht Prozent), während EMEA und Entrance Systems um drei beziehungsweise zwei Prozent wuchsen. Das Betriebsergebnis stieg im Quartalsvergleich um zwölf Prozent auf 3,75 Milliarden Schwedische Kronen (umgerechnet 359,95 Millionen Euro), was nach Angaben der Unternehmensgruppe einer operativen Marge von 16,2 Prozent entspricht. Die operative Marge war in Amerika und im asiatisch-pazifischen Raum stabil, ging aber in den anderen Divisionen zurück, was hauptsächlich auf die Verwässerung durch Akquisitionen und höhere Rohstoffkosten zurückzuführen sei. Darüber hinaus wurden vergangenes Jahr 19 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 3,8 Milliarden Schwedischen Kronen (364,75 Millionen Euro) übernommen.

„Eine der Wertschöpfungsstrategien von Assa Abloy ist die Produktführerschaft und wir haben über einen langen Zeitraum in die Entwicklung elektromechanischer Lösungen investiert. Dies führt eindeutig zu Ergebnissen. Heute werden 30 Prozent unseres Umsatzes mit elektromechanischen Produkten erzielt und im vierten Quartal stieg der Umsatz ebenfalls um 30 Prozent. Erfreuliche Verbesserungen sehen wir sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich“, berichtet Präsident und CEO Nico Delvaux und führt weiter aus: „Um unsere Marktführerschaft zu behaupten, arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unserer Abläufe.“ Das bedeutet, dass im Rahmen des sogenannten siebten Manufacturing Footprint Programm rund 50 Büros und Fabriken in diesem Jahr geschlossen werden, weitere Randaktivitäten ausgelagert und die Automatisierung weiter erhöht werden soll. Die Restrukturierungskosten für das gesamte Programm schätzt die Unternehmensgruppe auf 1,5 Milliarden Schwedische Kronen (143,98 Millionen Euro) und geht von einer Amortisationszeit von weniger als drei Jahren aus. Ob Arbeitsplätze aufgrund der Schließungen verloren gehen, teilte Assa Abloy bislang nicht mit.

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