FVSB-Mitgliederbefragung
Nach sechs Wochen hat der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) seine Mitglieder erneut zur Corona-Pandemie befragt. Foto: allinonemovie/Pixabay

Weiterhin große Ungewissheit

Corona wirkt sich auf die Schloss- und Beschlagindustrie sehr unterschiedlich aus. Das zeigt die erneute Umfrage des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) unter seinen Mitgliedern. Bereits vor mehr als sechs Wochen hatte der Verband eine erste Umfrage durchgeführt (wir berichteten).

Demnach habe sich der Eindruck der ersten Umfrage nun bestätigt: Die Rückgänge der zweiten Märzhälfte konnten die Umsätze für das 1. Quartal „nur“ bei rund 29 Prozent der Unternehmen ins Minus treiben, wobei die Einbußen im Mittel bei rund zehn Prozent gelegen haben. Dank eines guten Jahresbeginns meldeten ebenfalls 29 Prozent noch konstante Quartalsumsätze, bei knapp 42 Prozent der antwortenden Unternehmen sind die Umsätze sogar noch gestiegen, im Mittel um rund sechs Prozent.

In der 1. Hälfte des 2. Quartals konnte aber nur noch jedes achte Unternehmen konstante beziehungsweise steigende Umsätze melden. Alle anderen meldeten Umsatzrückgänge, die im Mittel gut zwanzig Prozent betragen haben. Die Bandbreite war dabei recht groß, es wurde von Einbußen zwischen fünf und sechzig Prozent berichtet.

Auch die Auftragseingänge lassen nicht auf eine kurzfristige Besserung schließen, eher das Gegenteil. Im Inlandsgeschäft melden fast siebzig Prozent der antwortenden Unternehmen eine rückläufige Entwicklung, die im Mittel bei rund 23 Prozent liegt. Die Auftragseingänge aus dem Ausland sind bei 85 Prozent der antwortenden Unternehmen gesunken. Im Mittel betrug der Rückgang hier 32 Prozent, die Nennungen variierten aber zwischen acht und achtzig Prozent.

In nur acht Prozent der Betriebe ist Kurzarbeit noch geplant, bei achtzig Prozent wird Kurzarbeit bereits angewendet — meist in Vertrieb und Verwaltung. Die Bandbreite reicht dabei von zwanzig bis zu fünfzig Prozent, auch die angedachte Dauer variiert zwischen zwei und zwölf Monaten beträchtlich, was die derzeit große Ungewissheit unterstreicht.

Die vorübergehende Schließung von Betriebsteilen kommt weiterhin nur im Einzelfall in Betracht und auch der Personalabbau scheint sich aufgrund der vereinfachten Kurzarbeitsregeln in den meisten Unternehmen vermeiden zu lassen. Dennoch plant jeder achte Betrieb mit einer Reduzierung, vereinzelt wurde diese bereits auch umgesetzt.

Insgesamt haben sich 24 Unternehmen daran beteiligt, die der Bauindustrie zuliefern.

+++ Corona-Virus +++

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