Bei einem Großteil der Bauunternehmen laufen die Baustellen in Deutschland noch weitgehend im Normalbetrieb. Foto: Pixabay

Bauwirtschaft

10. April 2020 | Teilen auf:

Blitzumfragen von HDB und DIHK

Der Hauptverband Deutscher Bauindustrie (HDB) hat vom 24. bis zum 31. März eine eigene Umfrage unter den Mitgliedsfirmen durchgeführt. Daran haben 409 Personen teilgenommen. Die Ergebnisse vermitteln eine Momentaufnahme über die Situation in der Bauindustrie.
56 Prozent haben geantwortet, dass sie durch die Auswirkungen des Corona-Virus in ihrer Leistungs­erbringung bereits heute behindert sind. Dabei sagt allerdings ein Großteil (62 Prozent), dass die Aus­wirkungen entweder neutral (20 Prozent) oder geringfügig (42 Prozent) seien. 33 Prozent melden eine starke und lediglich vier Prozent eine sehr starke Einschränkung. Der Unterschied zur DIHK Umfrage (weiter unten) könnte darauf zurückzuführen sein, dass beim DIHK überwiegend Kleinbetriebe an den Umfragen teilnehmen. Beim Hauptverband dürften es vermutlich vor allem Mittelständler und große Baufirmen sein.
Die größten Einschränkungen kommen durch fehlende Materiallieferungen (39 Prozent), einen hohen Krankenstand (40 Prozent), behördliche Quarantäneauflagen (31 Prozent), weniger Nachfrage (26 Prozent) und Stornierungen (25 Prozent) zu Stande. 33 Prozent berichten von Personalmangel aufgrund von Grenzschließungen. Dies betraf besonders Mitarbeiter aus Polen. Momentan noch positiv stimmt, dass nur zehn Prozent der gesamten Umfrageteilnehmer angeben, Anzei­chen wahrzunehmen, dass öffentliche Auftraggeber Rechnungen nicht mehr zahlen würden. Als Gründe wurden überwiegend genannt, dass sich die Rechnungsprüfung verzögert und dass es kein Personal in den Behörden gibt.