Heroal bietet erstmalig eine Haustür inklusive Füllung an - mit dem Türsystem "D 72" und in Verbindung mit den hochwertigen Farbtönen von Les Couleurs Le Corbuster. Foto: Heroal

Haustüren - die neuesten Trends für den Hauseingang

Die Haustür ist ein wichtiger und fester Bestandteil der Hausgestaltung. Neben einer Vielzahl an praktischen Funktionen, welche die Haustür in ihrem Inneren verbirgt, trägt sie auch optisch maßgeblich zur Gestaltung der Fassade bei – als Visitenkarte des Eigenheimes.

„Haustüren sind heute vielfältig und individuell konfigurierbar und die große Vielzahl an den unterschiedlichsten Aufteilungen beziehungsweise Ausfachungen gewährt einen großen Gestaltungsfreiraum. Man kann wirklich sagen: Es gibt für jeden Geschmack die passende Tür“, so der Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF), Ulrich Tschorn.

Weiße Haustüren sind nach den Erfahrungen des Verbandes Fenster + Fassade immer noch sehr beliebt VFF. Foto: VFF

Nach den Beobachtungen des Verbandes ist die klassische weiße Haustür immer noch sehr beliebt, doch die Zahl der farbigen Elemente steigt kontinuierlich an. Besonders im Trend lägen dabei die verschiedensten Variationen der Farbe „Grau“. So erhalte die Haustür eine moderne und gleichzeitig zeitlose Ausstrahlung. In Kombination mit großzügigen Ganzglasseitenteilen und Akzenten aus Edelstahl wirke die Haustür besonders edel.

Ein weiterer Trend bei der Gestaltung der Haustür seien natürliche Materialien. Dabei überzeugen die Haustüren in Beton-, Stein- oder rostender Eisenoptik nicht nur das Auge, sie gewinnen auch haptisch. Besonders beliebt bei den natürlichen Haustüren ist der Werkstoff Holz. Möglichst natürlich, mit gut sichtbarer und manchmal fühlbarer Holzmaserung, sei die Haustür aus Holz ein besonders schöner Blickfang in der Hausfassade. Parallel dazu sind Haustüren mit Oberflächen in Holzoptik erhältlich. Doch ein Blick auf den Haustürenmarkt zeigt: Aluminium hat aktuell die Nase vorn. Zahlreiche Hersteller stellen ihre Produkte aus diesem Material her. Das korrosionsfreie Leichtmetall ist einfach zu pflegen und bietet einen hohen Einbruchschutz an.

Der Hersteller Aluhaus ist zudem der Ansicht, dass Haus- und Eingangstüren aus Aluminium eine ganz eigene, exquisite Ausstrahlung besitzen. Nach den Erfahrungen des Herstellers zeigen immer mehr Endverwender Interesse an solchen Lösungen. Um dem gerecht zu werden, bringt er eine neue Tür auf den Markt: die „Elite Comfort 75“. Sie ist nach Ermessen des Unternehmens kostengünstig und dennoch hochwertig. Dabei hat sie eine Bautiefe von 75 Millimeter und eine außen oder beidseitig flügelüberdeckende Füllung. Zur Auswahl stehen insgesamt 24 Füllungsmodelle. Neben dem Preisvorteil von bis zu 30 Prozent gegenüber der Elite-90-Serie (die eine Bautiefe von 90 Millimeter aufweist) soll die „Elite Comfort 75“ auch für Monteure handfeste Vorteile bieten: Das Gewicht sei aufgrund der reduzierten Bautiefe geringer, wodurch sich Einbau und Handling vor Ort deutlich einfacher gestalten würden. In der Standardausstattung kann der Kunde zwischen sechs Farben wählen. Die Haustür verfügt über eine Mehrfachverriegelung mit drei Verriegelungspunkten. Da der Rahmen aus Aluminium hergestellt ist, soll er sich später zu 100 Prozent als Sekundärrohstoff recyceln lassen – ohne Qualitätsverluste. Weiterhin soll die Tür unempfindlich gegen UV-Strahlung, Feuchtigkeit und andere Witterungseinflüsse sein. Ihr Wärmedurchgangskoeffizient erreiche bis zu 0,85 W/m²K. Die Tür erfüllt hinsichtlich der Luftdurchlässigkeit die Klasse 4 nach EN 12207, für Schlagregendichtheit die Klasse 7A nach EN 12208. Zur Standardausrüstung zählen eine außen flügelüberdeckende Füllung, Aufsatzbänder, ein Türdrücker innen sowie ein außen liegender vertikaler Stoßgriff mit einer Länge von 400 Millimeter. Eine Ringrosette sichert das Schloss vor Einbruch.

Besonders hochwertig

Genauso wie Aluhaus setzt auch Hörmann bei Haustüren auf den Werkstoff Aluminium. Nach Meinung des Hersteller sind Haustüren aus dem Leichtmetall besonders hochwertig und überzeugen in den Punkten Wärmedämmung, Sicherheit, Schallschutz und Stabilität. Der Unternehmer gibt an, seine Modellreihe „Thermo-Carbon“ sei im Bereich Wärmedämmung der Weltmeister unter den Haustüren. Sie kann auf Wunsch mit der Sicherheitsausstattung RC 4 versehen werden, wodurch sie höchste Sicherheitsansprüche erfüllen soll. Das Türblatt ist 100 Millimeter dick und mit Carbon-Glasfaser verstärkt. Und auch die Aluminium-Haustür „Thermo-Safe“ verfügt, laut Hörmann, mit ihrem 73 Millimeter starken Türblatt über sehr gute Wärmedämmwerte, womit sie für Niedrigenergiehäuser und energetische Sanierungen geeignet sei. Um Kosten zu sparen und eine preiswerte Alternative zur reinen Aluminium-Haustür anbieten zu können, nutzt Hörmann eine Kombination von Stahl und Aluminium. Das Ergebnis: die „Thermo 65“. Ihr Türblatt ist aus Stahl, die Zarge aus Aluminium. Das 65 Millimeter starke Türblatt mit serienmäßigem fünffach-Sicherheitsschloss und optionaler RC2-Ausstattung ist einbruchhemmend und bietet gute Wärmedämmwerte.

Neben den neuesten Trends bei Haustüren, finden Sie auch Informationen zu Fenster und Fassaden in unserem Fachmagazin „Bauelement + Technik“. Wenn Sie noch kein Abonnent sind, dann können Sie unser Heft als Mini-Abo testen, oder Sie holen sich gleich das Premium-Paket.

Zum Mini-Abo                   Zum Premium-Paket

In unterschiedlichen Farben

Heroal bezeichnet sich als eines der führenden Aluminium-Systemhäuser. Infolgedessen versteht es sich fast von selbst, dass auch dieses Unternehmen bei dem Thema Haustüren auf das Leichtmetall vertraut. Jetzt bietet der Hersteller im Rahmen einer Partnerschaft mit Les Couleurs Le Corbusier erstmalig auch Haustürfüllungen an. Diese sind optimal auf das Haustürsystem „D 72“ angepasst. Damit möchte der Hersteller Verarbeitern, Bauherren, Architekten und Planern neue Gestaltungsspielräume im Privat- und Objektbau eröffnen. Bei der Haustür können Rahmen, Füllung, Griffleiste und Bänder je nach Kundenwunsch – innen und außen – in den 63 Farbtönen von Le Corbusier bestellt werden. In jeder Ausführung soll die Türfüllung mit der Widerstandsklasse RC 2 bereits standardmäßig ein hohes Maß an Sicherheit bieten. Daneben erreicht die Tür bei einer Türgröße von 1.230 x 2.180 Millimetern und einer Füllungsstärke von 60 Millimetern ein UD-Wert von 0,91 W/m²K, bei einer Füllungsstärke von 70 Millimeter sogar ein UD-Wert von 0,87 W/m²K. Für die Haustür verspricht der Anbieter, dass Heroal-Partner innerhalb von zwei Wochen Systemprofile „D 72“, Haustürfüllung mit reversiblem Füllungssystem (verkürzte Fertigungszeit) und Heroal-Beschläge der Beschlagstechnologie „DF“ erhalten.

Abgesehen von der Farbgebung, lassen sich weitere Merkmale konfigurieren, um die Haustür optisch an die Gebäudehülle anzupassen und zusätzlichen Komfort zu schaffen. Neben der frei wählbaren Bauform und Öffnungsart kann auch bei der ergonomischen Griffleiste aus drei Längen gewählt werden. Ein zusätzliches optisches Highlight seien die in die Griffleiste integrierbaren LED-Lichtbänder, die optional erhältlich sind. Für einen erweiterten Bedienkomfort ist die Haustür mit neuesten Techniken kompatibel, wie zum Beispiel Keyless-Entry-Lösungen per Fingerprint oder App.

Eko-Okna bietet Haustüren in elegantem Design aus Aluminium an Foto: Eko Okna

Gute Dämmwerte

In die Reihe der Türhersteller, die auf den Werkstoff Aluminium vertrauen, gliedert sich auch Eko-Okna ein. Er verwendet, nach eigenen Angaben, zur Fertigung der Despiro-Aluminiumtüren eine Technologie, die den Effekt einer einheitlichen Fläche ermöglicht. Dabei soll der Türflügel von dekorativen Paneelen verdeckt werden. Hierfür bietet er zahlreiche Paneelmuster – mit Verglasung, Applikationen aus Edelstahl oder Zierfräsen – an. Die Standardausführung trägt den Namen „Exclusive“. Ihre beidseitig flächenbündigen Paneele sind 77 Millimeter stark und zeichnen sich durch einen Wärmedurchgangskoeffizienten von Ud = 0,61 W/m2K aus. Optional fertigt der Hersteller die Tür auch in zwei anderen Varianten an: In der Ausführung „Basic“, die 44 Millimeter starke Paneele mit Einsatzfüllung und einen Wärmedurchgangskoeffizienten Ud von 0,9 W/m2K hat, sowie in der Ausführung „Classic“. Sie besitzt einseitig flächenbündige 44 Millimeter starke Paneele und weist einen Wärmedurchgangskoeffizienten Ud von 0,9 W/m2K auf. Alle Türinnenelemente sind mit speziellen Epoxidharz-Lacken beschichtet, was laut Hersteller den Vorteil mit sich bringt, dass sie nicht gewartet werden müssen. Die Türen dieser Reihe könnten mit oder ohne Schwelle gefertigt werden und könnten mit feststehenden seitlichen Oberlichtern ausgerüstet werden. Diese Lösung empfiehlt das Unternehmen insbesondere für dunkle Räume ohne Tageslicht. Alle „Despiro“-Türen sein standardmäßig mit verdeckten „Axxent“-Scharnieren von Siegenia ausgestattet, die der ganzen Konstruktion subtile Eleganz und optische Leichtigkeit verleihen sollen. Obwohl die Scharniere bei geschlossenem Türflügel vollständig unsichtbar sind, zeichnen sie sich laut Hersteller durch eine einmalige Festigkeit (Tragfähigkeit bis 120 Kilogramm) aus.

Mit Holz kombinierbar

Auch Bayerwald ist überzeugt von den Vorteilen von Aluminium. Doch der Hersteller beschränkt sich nicht auf diesen Werkstoff. Er hat auch Holzhaustüren sowie Holz-Alu-Türen im Sortiment. Dabei erklärt er, dass seine Haustüren – unabhängig davon, ob sie aus Holz oder aus Aluminium gefertigt sind – einen hohen Schallschutz aufweisen und durch die Wärmeschutzverglasung mit Kunststoff ideale Wärmedämmeigenschaften besitzen. Mit der Kombination von Holz und Aluminium nutzt der Hersteller die Vorteile beider Werkstoffe: Die Aluminiumschale bietet im Außenbereich Schutz vor Wind, Regen und UV-Einstrahlung. Sie ist zudem robust und pflegeleicht. Im Innenbereich entsteht aufgrund der Natürlichkeit des Holzes eine angenehme und ruhige Atmosphäre.

Neben Bayerwald hat auch Gugelfuss die Vorteile entdeckt, die eine Vereinigung von Holz und Aluminium mit sich bringt. Mit der Serie „Natur-Art“ kombiniert der bayerische Hersteller ebenfalls Holzoberflächen und Aluminiumprofile. Dabei betrachtet er seine neuen Aluminium-Haustüren mit Echtholz-Deckblatt als einzigartig – und zwar in doppelter Hinsicht. Das Unternehmen gibt an, der erste Hersteller zu sein, dem die Verbindung von Holzoberfläche mit Rahmen- und Flügelprofilen aus Aluminium gelänge. Zudem sei jede Haustür der Serie ein Unikat. Als Grund gibt Gugelfuss an, dass er für den authentischen und außergewöhnlichen Charakter der Holzoberflächen 50 bis 100 Jahre altes Holz verwendet. Dieses käme beispielsweise von alten Scheunen und würde speziell aufgearbeitet. Die Aluminium-Holztüren gibt es wahlweise in klassischer heller Eiche-Altholz-Oberfläche oder in dunkel gedämpfter Eiche-Altholz-Variante.

Haustüren aus Holz – nicht nur in Rustikal

Dem setzt der Hersteller Unilux aus der Weru-Gruppe entgegen, dass Holz in Holztüren nicht immer rustikal daherkommen muss. Er führt an, dass Holz ein warmer Werkstoff ist, der einen natürlichen Charme ausstrahlt und für eine gemütliche Atmosphäre sorgt. Zudem brächte Holz optimale Eigenschaften für eine Haustür mit. Nicht nur die Langlebigkeit, sondern auch die hervorragenden Wärmedämm- und Schallschutzwerte des Materials überzeugen ihn und garantieren seiner Meinung nach, dass die Wärme innerhalb des Hauses bleibt, Lärm aber dafür draußen. Die neuen Holzhaustüren von Unilux sollen über einen speziell entwickelten Dämmkern und thermisch getrennte Abstandshalter zwischen den Glasscheiben verfügen. Dadurch sollen eine bessere Wärmedämmung, mehr Behaglichkeit in Glasnähe und eine deutlich verminderte Kondensatbildung in kalten Monaten erzielt werden. Jede Haustür ist mit mindestens einer 40 Millimeter dicken Dreifachscheibe verglast. So lassen sich, nach Aussage des Herstellers, die Heizkosten senken. Doch manchmal muss eine Haustür nicht nur Regen und Sturm abhalten, sondern auch ungebetene Gäste. Daher sind sämtliche Schließteile aus Stahl gefertigt. Zusätzlich verfügt jede Holzhaustür über eine durchgehende Schließleiste im Rahmen. Um das Material vor Witterungseinflüssen zu schützen, empfiehlt Unilux, die Holz-Haustüren trotz einer hochwertigen Beschichtung mit UV-Blockern regelmäßig zu lasieren.

Neben den neuesten Trends bei Haustüren, finden Sie auch Informationen zu Fenster und Fassaden in unserem Fachmagazin „Bauelement + Technik“. Wenn Sie noch kein Abonnent sind, dann können Sie unser Heft als Mini-Abo testen, oder Sie holen sich gleich das Premium-Paket.

Zum Mini-Abo                   Zum Premium-Paket

Mit dem Konfigurationen von Rodenberg können dessen Kunden sich ihre individuelle Haustüre gestalten. Foto: Rodenberg

Haustüren individuell gestaltet

Ebenfalls auf Individualität setzt der Hersteller Rodenberg. Er bietet einen Konfigurator an, mit dessen Hilfe der Bauherr die Tür nach seinen Wünschen zusammenstellen können soll. Damit die neue Haustür im Gesamteindruck mit den realen baulichen Gegebenheiten betrachtet werden kann, sind im Konfigurator verschiedene Vorlagen hinterlegt. Der Nutzer wählt diejenige aus, die der eigenen Hausfront am nächsten kommt, oder – noch besser – er lädt direkt ein Foto vom Eingangsbereich hoch. Im nächsten Schritt geht es an das Design, welches neben der Funktionalität bei der Konfigurierung wohl am stärksten ins Gewicht fällt. Dabei haben die verfügbaren Kataloge – nach Aussage des Herstellers – einiges zu bieten: Ob „modern“, „exklusiv“, „klassisch“ oder lieber mit „Glas & Eleganz“, das Angebot sei umfangreich und bediene jeden Geschmack. Auch beim Stichwort Farbe sei die Auswahl groß: Möchte man alles homogen gestalten oder lieber einen starken Akzent setzen? Messing- oder Edelstahltürgriff? Mattiertes oder klares Glas? Die Liste der Fragen ist lang und dementsprechend auch die Vielfalt der Türdesigns.

Allen Haustüren ist gemeinsam, dass sie eine sehr präsente Rolle im Gebäude einnehmen. Sind sie doch das Erste, womit der Besucher in Berührung kommt. Ihre Gestaltung spielt dementsprechend eine wichtige Rolle. Doch damit ist es noch lange nicht getan. Da sie zudem noch außen und innen verbinden, müssten sie gewisse Dämmeigenschaften aufweisen, wenn die Wärme im Winter nicht einfach in der Luft verpuffen soll. Überdies können sie nicht nur Bewohnern, Freunden und Besuchern den Zutritt gewähren, sie können im schlimmsten Fall auch Angriffspunkt für Einbrecher sein. Infolgedessen müssen sie gewisse Anforderungen hinsichtlich Sicherheit erfüllen. Es gibt eine Vielzahl an Materialien und Konstruktionen, mit denen all diese Forderungen erfüllt werden können. Für welche sich der Bauherr letztendlich entscheidet, hängt von annähernd ebenso vielen Faktoren ab. Doch eines ist sicher: Es gibt für fast jeden Haustürenwunsch das entsprechende Angebot.