Mit der Initiative #moveforward zeigt Dormakarba Präsenz zum Thema Barrierefreiheit. Foto: MabelAmber/Pixabay

#moveforward: Mit Barrierefreiheit gewinnen alle

Barrierefreiheit bedeutet nicht nur, architektonisch den Weg für Gehbehinderte zu ebnen. Von Barrierefreiheit profitieren alle Menschen: Stolperfallen für Kinder und Senioren werden dadurch reduziert beziehungsweise ausgemerzt, einst schwergängige Türen können auch von schwachen Menschen geöffnet werden.

Um dies zu erreichen, hat Dormakaba im Juli 2018 die Initiative #moveforward gestartet, an dem sich auch andere Unternehmen beteiligen können.

Besonders für Personen wie Kinder, Senioren oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen stellen Türen im Alltag oft eine Barriere dar. Die Möglichkeit zur freien Bewegung in öffentlichen oder privaten Gebäuden sowie das ungehinderte Betreten und Verlassen, vor allem im Fluchtfall, ist eine – teilweise auch gesetzlich geregelte – Voraussetzung. Das gilt für Krankenhäuser, Pflegeheime, Behörden, Hotels, Schulen, Einkaufszentren – im Grunde ist Barrierefreiheit in jedem Gebäude und bei jedem Zugang zu Gebäuden ein Thema. Um das Thema Barrierefreiheit stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung und Diskussion zu stellen, engagiert sich Tobias Röll, Mitarbeiter im Bereich Marketing Entrance Systems und Behindertenbeauftragter bei Dormakaba, als Influencer unter dem #moveforward. Röll sitzt seit seinem 19. Lebensjahr aufgrund eines nicht verschuldeten Verkehrsunfalls im Rollstuhl. Seit dem Jahr 2006 ist der gelernte Landschaftsgärtner im Marketing von Dormakaba tätig.

Barrierefreiheit ist eine wesentliche Voraussetzung für ein Leben in Selbstständigkeit und Freiheit. Barrierefrei zu planen und zu bauen bedeutet daher, Verantwortung zu übernehmen und eine Umgebung zu gestalten, die für alle freundlich und lebenswert ist. Das ist aber nicht immer so, wie zahlreiche Zugänge zu Behörden, Toiletten und ähnlichem zeigen. Daher hat der Hersteller mit #moveforward eine Initiative gestartet, die alle Baubeteiligten noch stärker für das Thema Barrierefreiheit sensibilisieren soll. In einem ersten Schritt hat Röll einen Social-Media-Channel bei Facebook und Instagram mit dem Initiativnamen ins Leben gerufen. Auf diese Weise soll ein Netzwerk, auch mit anderen Unternehmen, aufgebaut werden, um im Vorfeld von Baumaßnahmen die richtigen Voraussetzungen zu schaffen.

Weitere Informationen zu barrierefreien Bauen gibt es auf der Webseite bfb, so wie finden Sie die bfb-barrierefrei-Trendstudie 2019.

Zu bfb                 Zur Studie

Röll sagt von sich selbst: „Ich bin nicht behindert. Meine Umwelt macht mich zum Behinderten. Wer nicht laufen kann, kann trotzdem etwas bewegen. Ich möchte auf Barrieren im öffentlichen sowie privaten Raum hinweisen. Wir wollen die Aufmerksamkeit auf Menschen mit Handicap richten. Und wir wollen Benachteiligung nicht mehr akzeptieren.“ In seinen Beschreibungen und Reflexionen will Tobias Röll das Bewusstsein für die Herausforderungen wecken, die Menschen mit Einschränkungen Tag für Tag meistern müssen. Und wie es gelingen kann, die Lebensqualität öffentlich zugänglicher Gebäude und Arbeitsstätten baulich und technisch so zu verbessern, dass jedem ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben möglich ist. „Hinkommen, reinkommen, klarkommen“ – so griffig beschreibt Röll sein Verständnis von Barrierefreiheit auf der BAU 2019. Er begleitete die Messe vor Ort und berichtete in den sozialen Netzwerken. Innerhalb des Unternehmens ist er fast schon ein Promi – so erzählte er in München, dass er beim Einchecken im Hotel von Kollegen aus Indien, die er noch nicht persönlich kannte, als Tobi erkannt und begrüßt wurde. Auf der BAU zog er auch eine erste Bilanz der Initiative #moveforward – und diese fällt sehr positiv aus. Er habe viel positives Feedback bekommen, weitere Unternehmen hätten Interesse an der Initiative bekundet. Aber er habe auch gemerkt, dass es Zeit brauche, um Bekanntheit in den Social-Media-Kanälen zu erlangen und sich dort „auszubreiten“. Anfeindungen, wie manch anderer sie in den sozialen Netzwerken erlebt, habe er nicht erfahren.

Sicherer Zugang ohne Ausnahme

Gerade Türen stellen nach Ansicht von Dormakaba im Alltag oft Barrieren dar. Von barrierefreien Zugängen profitieren nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch Kinder und die steigende Zahl der Älteren. Dabei lässt sich Barrierefreiheit sicher, bedarfsgerecht und wirtschaftlich realisieren. Dass eine barrierefreie Gestaltung Komfort und Sicherheit für alle bietet und nicht zulasten von Vielfalt und Design gehen muss, zeigen zahlreiche gelungene Bauten, wie beispielsweise die Elbphilharmonie in Hamburg, die Abtei Michaelsberg in Siegburg mit ihrem neuen Tagungszentrum oder das Iona-Wohnheim in Wuppertal. Um dem Ziel, Gebäude und Räume für alle Menschen leicht zugänglich und nutzbar zu machen, unterstützt das Unternehmen Planer, Architekten und Bauherren von der Planung über die Implementierung bis zum Betrieb mit kompetenter Beratung und umfassendem Service. „Barrierefreiheit ist heute kein technisches Problem mehr. Barrierefreiheit ist eine Frage der Einstellung“, betont Röll.

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Tobias Röll. Foto: Dormakaba

Tobias Röll in den sozialen Medien

Tobias Röll tritt als Influencer, in seinem Fall als Botschafter für Barriefreiheit, in den sozialen Netzwerken mit Videos, Fotos und kurzen Geschichten bei Facebook und Instagram auf – und das mit großem Erfolg und viel positiver Resonanz.

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beschäftigt er sich mit dem Thema Barrierefreiheit und möchte damit Aufmerksamkeit für das Thema generieren, informieren und vor allem Denkanstöße geben. Als seine Mission beschreibt er es, die Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren und den Dialog im gegenseitigen Verständnis, aber auch handfeste Veränderungen anzutreiben.