Der Bürgermeister der Stadt Stadtallendorf, Christian Somogyi, überreicht Wolf Hoppe (r.) die Glückwunschurkunde des Hessischen Ministerpräsidenten. Foto: HOPPE AG

Unternehmer Wolf Hoppe feiert 40-jähriges Jubiläum

Normalerweise gratuliert er den Mitarbeitern zum Jubiläum – jetzt war er selbst an der Reihe. Als ein „Verteidiger der Werte" wurde er in einem Zeitungsbericht bezeichnet, dass er ein „Ehrbarer Kaufmann“ ist, bescheinigten ihm seine engsten Mitarbeiter vor einigen Jahren zum 60. Geburtstag. Seit über 40 Jahren ist er bei HOPPE tätig, hat das Unternehmen in dieser Zeit weiterentwickelt und geprägt. „Spuren hinterlassen" will er. Und das tut er.

Es geht um Wolf Hoppe, der Hoppe zusammen mit seinem Bruder Christoph in der zweiten Generation führt. Seine offiziellen Titel, die ihm aber zu bürokratisch klingen, sind: „Mitglied des Verwaltungsrates der HOPPE Holding AG“ und „Alleinvorstand der HOPPE AG, Stadtallendorf“. Er selbst bezeichnet sich lieber als „Unternehmer“.

Offiziell war sein Arbeitsbeginn am 4. März 1979, seine Verbundenheit mit dem Unternehmen begann aber schon viel früher: Er betont gerne, dass er ein paar Monate älter ist als das im November 1952 gegründete Unternehmen, und fügt scherzhaft hinzu, dass er dessen Wachsen schon aus dem Kinderwagen heraus begleitet hat. Kein Scherz ist es, dass er in der Familie die Gespräche der Eltern über das Unternehmen hörte – mit den Jahren immer mehr verstehend, um was es da ging – und dass das Werk in Stadtallendorf, das direkt neben dem damaligen Wohnhaus der Familie liegt, einer seiner Lieblingsspielplätze war.

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Für den Gründer, Friedrich Hoppe, war von Anfang an klar, dass die beiden Söhne sein Lebenswerk fortsetzen würden. Wolf Hoppe studierte entsprechend nach der Schulzeit in Stadtallendorf und Marburg Betriebswirtschaftslehre, um das theoretische Wissen für diese Aufgabe zu erhalten. Zwischen Abitur und Studium war er zwei Jahre bei der Bundeswehr in Stadtallendorf. Die Erfahrungen, die er dort gemacht hat, haben seinen Führungsstil im Unternehmen stark beeinflusst: Mit dem, was ihm zunächst begegnete – Befehl und Gehorsam –, konnte er sich nicht anfreunden, spürte schnell, dass er so nie führen wolle. In den letzten Monaten seiner Dienstzeit erfuhr er aber, wie viel intrinsische Motivation man entwickelt, wenn man innerhalb eines Rahmens Freiraum bekommt, den man verantwortlich ausfüllen muss – und darf. Die Führung über Sinnvermittlung braucht intensive und gute Kommunikation. Wer ihm zugehört hat, weiß, dass er dabei als Vorbild dienen kann.

Während seiner Bundeswehr- und Studienzeit schaute er immer wieder ins Unternehmen hinein, nahm vor allem an Besprechungen – die damals ja regelmäßig auch samstags stattfanden – teil, so dass das Eintrittsdatum 4. März 1979 wirklich nur einen Teil der Wahrheit beschreibt. Ab dem offiziellen Beginn arbeitete er rund 14 Jahre lang parallel mit seinem Vater in der Geschäftsführung des Unternehmens zusammen. Einer seiner Arbeits-Schwerpunkte war (und ist) die Vermarktung; eine der ersten Aufgaben war die Federführung bei der Entwicklung der Markenartikel-Strategie ab 1979. Das damals u. a. entwickelte Corporate Design hat – mit der nötigen zeitgemäßen Weiterentwicklung – bis heute Bestand.

In vielen Vorträgen hat sich Wolf Hoppe mit dem Generationenwechsel in der Unternehmensführung beschäftigt. Ein Kernpunkt: Es brauchte sowohl Konstanz wie auch Wandel. Konstanz vor allem bei den Werten, die das Unternehmen von Anfang an geprägt haben und deren Bewusstmachung und Umsetzung ihm bis heute ein besonderes Anliegen ist. Die drei wichtigsten, Vertrauen, Verantwortung und Verständnis, haben auch für ihn ganz persönlich eine wichtige Bedeutung. Wandel war beim Übergang von der ersten zur zweiten Generation beispielsweise in der Art der Führung nötig, bedingt u. a. durch das Wachstum des Unternehmens und natürlich die großen Veränderungen des Umfeldes: Von den kleinen Anfängen in Heiligenhaus (bei Düsseldorf) ist HOPPE mittlerweile zu einem weltweit tätigen Unternehmen mit über 2.800 Mitarbeitern mit Sitz in Müstair/Schweiz geworden. An einem Tag X will er der nächsten Generation ein gesundes Unternehmen übergeben, formuliert er als eine Art Vision. Die Weichen für den Fortbestand von HOPPE als Familienunternehmen sind dabei mit dem Eintritt seines ältesten Sohns, Christian, im Jahre 2012 gestellt. Eine Weile wird Wolf Hoppe sicher noch mit seinem Bruder und seinem Sohn zusammen an HOPPE arbeiten, denn immerhin, so betont er, erfahre er hier Lebens-Qualität am Arbeitsplatz.

Zahlreiche Auszeichnungen hat er bereits für sein Wirken erhalten, u. a. den Hessischen Verdienstorden am Bande, die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Bromskirchen, die Verdienstmedaille der Stadt Stadtallendorf sowie das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold. Und er ist Ehrenfallschirmjäger der Division Spezielle Operationen (jetzt Division Schnelle Kräfte).

Zu seinem Jubiläum überbrachte ihm der Bürgermeister der Stadt Stadtallendorf, Christian Somogyi, die Glückwünsche des Hessischen Ministerpräsidenten. Er selbst attestierte Wolf Hoppe, dass dieser eine positive Bilanz seines Unternehmertums ziehen könne, da er seine Tätigkeit nie als Beruf, sondern als Berufung gesehen habe: „Ihre wirtschaftlichen Erfolge basieren also in erster Linie auf Ihrer Leidenschaft zum Betrieb und Ihrer unternehmerischen Weitsicht bei den Entscheidungen.“

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