Becher beschäftigt derzeit 415 Mitarbeiter an zwölf Standorten und in der Zentrale in Wiesbaden. Foto: Redaktion/kosi

Familienunternehmen in Bewegung

Der Holzgroßhandel Becher erstreckt sich über fünf Bundesländer und das Unternehmen will weiter wachsen. Die Redaktion sprach mit Geschäftsführer Michael Köngeter darüber, wie das gelingen soll.

Im Becher-Land ist noch genug Wachstumspotenzial, das reicht für die nächsten zwei Generationen“, ist Becher-Geschäftsführer Michael Köngeter überzeugt und macht zugleich eine klare Ansage: „Wir wollen hier die Nummer 1 sein – dafür bleiben wir in ständiger Bewegung und arbeiten kontinuierlich an unserem Leistungsangebot. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Lieferanten auf Augenhöhe ist uns dabei besonders wichtig.“ Entschlossen klingt diese Aussage, und selbst wer ihn nicht persönlich kennt, merkt schnell, dass er es mit einem Handelsfachmann durch und durch zu tun hat. Der 60-Jährige kommt aus dem Baubereich, hat selbst 20 Jahre lang Firmen umstrukturiert und Vertriebsorganisationen neu aufgebaut. Seit 2009 ist Köngeter mit Becher eng verbunden und seit 2018 dort als Geschäftsführer tätig.

Das Holzfachhandelsunternehmen beschäftigt derzeit 415 Mitarbeiter an zwölf Standorten und in der Zentrale in Wiesbaden. Insgesamt verfügt die Gruppe über 95 000 Quadratmeter Lagerfläche und 8 500 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

Die Ursprünge des Unternehmens liegen in der Produktion. 1936 gründete Hermann Becher das Sperrholz- und Türenwerk im thüringischen Niederorschel. Bereits vier Jahre vor der Flucht aus der russischen Besatzungszone im Jahr 1949 nach Hessisch-Lichtenau entwickelte sich das Familienunternehmen durch Zukäufe mehr und mehr zum Holzhandelsunternehmen.

1981 wurde schließlich die Türenproduktion komplett eingestellt und sich fortan auf den Handel konzentriert, wodurch Becher heute einer der führenden Holzhändler in Deutschland geworden ist – unter den circa 650 Holzfachhändlern, die es in Deutschland gibt, ist Becher nach eigenen Angaben mit einem Jahresumsatz von 103 Millionen Euro unter den zehn größten. Seit der Verschmelzung der einzelnen Handelsgesellschaften im Januar 2014 werden die Kernkompetenzen aus Marketing, Vertrieb und Sortimentspolitik zentral betreut. Die Marketingabteilung koordiniert sowohl unternehmensübergreifende Werbekampagnen als auch die regionalen Auftritte der Standorte sowie der hauseigenen Handelsmarke Belmono.

Mit der Einführung der internen Warenlogistik greift jeder Standort auf das gesamte Lagersortiment zu, das über 21 000 Artikel umfasst. Als eines der vier Zentrallager wurde in Maintal im Spätsommer 2016 das erste vollautomatische Flächenlager für Plattenwerkstoffe installiert. Anschließend wurde 2018 das Zentrallager Oberhausen mit einem flexiblen halbautomatischen Hochregallager mit Platten- und Türenkommissionieranlagen neu gebaut.

Wie sich der Jahresumsatz auf die fünf Sortimentsbereiche von Becher verteilt und welche logistischen Problemlöser das Unternehmen anbietet lesen Sie im ganzen Artikel der Ausgabe 03/2019 von Bauelement+Technik.

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