„Tiny Spaces“ von Hettich, Blum und Häfele. Fotos: Redaktion/jule

Tiny houses: Viel Platz auf wenig Raum

Welche Trends der Möbelfertigung und des Innenausbaus werden von den Beschlagherstellern aufgegriffen? Auf der Interzum in Köln im Mai war zu sehen, wohin die Reise geht: Es wird immer smarter, funktionaler und individueller.

Viel Platz auf wenig Raum, so beschreibt man Microliving. Wie das geht zeigten auf Sonderausstellungsflächen unter anderen Häfele, Blum und Hettich. Letztere hatten ein beeindruckend funktionales Microappartment auf der sogenannten Piazza der Messe aufgebaut, die unter dem Motto „Tiny Spaces – Living in compact homes“ stand. Auf gerade einmal 18 Quadratmetern hatte das Unternehmen eine vollausgestattete Single-Wohnung aufgebaut, ausgestattet mit unzähligen Stauraumlösungen. Diese wurde besonders von den internationalen Messegästen in Augenschein genommen und getestet, ist doch der Wohnraum in den großen Metropolen dieser Welt teuer – da sind Lösungen auf kleinem Raum gefragt. „Die Urbanisierung führt dazu, dass Wohnraum knapp wird, also müssen wir das Beste rausholen“, fasst Dr. Andreas Hettich, Geschäftsführer von Hettich, den Hintergrund des Trends zusammen.

Noch kompakter zeigte Häfele Microliving – das mobile Mini-Haus „a-Void“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Beschlagherstellers mit anderen Unternehmen und misst gerade einmal neun Quadratmeter, soll aber dennoch voll ausgestattet sein. Dementsprechend kuschelig wurde es für die Besucher, die brav vor Betreten des Hauses ihre Schuhe auszogen und auf der Schwelle ließen – und das, obwohl das Häuschen auf einem der Innenhöfe „open air“ ausgestellt wurde.

Bei Blum ging‘s rund beim Thema Wohnen auf kleinstem Raum – die Sonderausstellung wurde auf einer sich drehenden Fläche gezeigt, auf der sich unentwegt junge Menschen, die die Bewohner spielten, bewegten und Dinge hin- und herräumten. „Wir zeigen, wie sich Wohnräume der Zukunft multifunktional nutzen lassen“, sagt Michael Mandlburger, Leiter Produktmanagement bei Blum. „Die Messebesucher sehen auf einer drehenden Fläche überraschende Lösungen für Wohnzimmer, Bad und Diele – praxisnah und absolut alltagstauglich.“ Blum sei dabei eines wichtig: Die Wohnung der Zukunft werde sicher oft urban sein und kleiner ausfallen – gleichzeitig werde es aber auch großzügige und offene Wohnungen geben. „Unsere Lösungen sind dabei an jedes Bedürfnis anpassbar – ob in großen oder kleinen Wohnräumen.“

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