Ein sogenanntes Smart-Living-Ökosystem umfasst viele Aspekte. Grafik: Wirtschaftsinitiative Smart Living

K.I. Plattform für Smart-Living-Anwendungen

Ein verbindendes Ökosystem für Hersteller, Anbieter und Anwender im Bereich der Smart-Living-Anwendungen soll entstehen. Wer das macht und wie es ausschauen soll, damit hat sich die Redaktion genauer beschäftigt.

Das BMWi startet mit diesem Jahr mit der Umsetzungsphase mit seinem geförderten Forschungsprojekt „Fore-Sight“. Projektleiter ist Dr. Hilko Hoffmann vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Er will mit IoT- und KI-Technologien eine offene KI-Plattform für Smart-Living-Anwendungen entwickeln. Auf diese Weise soll ein verbindendes Ökosystem für Hersteller, Anbieter und Anwender unterschiedlicher Branchen entstehen, das zugleich zur Überwindung heutiger Interoperabilitätsprobleme beim Einsatz von Komponenten unterschiedlicher Hersteller beitragen soll.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer vorwettbewerblichen, offenen KI-Plattform, die prototypische Implementierungen anbietet: für die semantische Interoperabilität von Smart-Home-Komponenten und -Geräten, also eine Art Übersetzungshilfe für die verschiedenen Sprachen der Komponenten,  und für maschinelles Lernen und andere Methoden aus der künstlichen Intelligenz in Smart-Living-Szenarien, damit sich Wohnungen und Geräte selbstlernend im Zeitverlauf immer besser an die Profile der jeweiligen Nutzer anpassen. 

Ein wichtiger Aspekt ist dabei die anwendungsübergreifende Verknüpfung der Gebäudehülle (Smart Building) mit dem privaten Wohnumfeld (Smart Home). Denn erst durch diese Verknüpfung werden eine intelligente, situationsadaptive Steuerung der gesamten Gebäudefunktionen und die Anbindung an das smarte Quartier ermöglicht, heißt es vonseiten der Projektleitung. Dies sei eine notwendige Voraussetzung für ein übergreifendes Lastmanagement auf Quartiers-, City- und Netzebene und somit für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende.

Das Projekt „Fore-Sight“ und die darin entstehende Plattform soll insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit geben, KI-Technologien und Smart-Living-Anwendungen im Kontext realer Installationen kennenzulernen, hinreichend zu erproben und mit den bereitgestellten KI-Methoden, Werkzeugen und dem erworbenen Wissen eigene Produkte und Services mit KI zu erweitern. Testumgebungen für die Plattform seien das „Semantic Building Labor“ in Berlin-Wedding sowie die Gebäude und Wohnungen des Areals „Future Living Berlin“ im Bezirk Treptow-Köpenick. Bei der Entwicklung der Plattform für Wohnen und Leben 4.0 werde ein besonderes Augenmerk auf IT-Sicherheit und Datenschutz gelegt.

Ein Interview mit Projektleiter Dr. Hilko Hoffmann finden Abonnenten in der Ausgabe 12/2019 oder Sie downloaden den Artikel kostenlos hier herunter.

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