13.07.2020 Bauwirtschaft

Stimmung in der Bauwirtschaft laut ZDB verhalten

Baukonjunktur
Die typische Belebung im Frühsommer bleibt in der Bauwirtschaft in diesem Jahr aus. Foto: Pixabay

Angesichts der Corona-Pandemie sieht der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) die Stimmungslage der Bauwirtschaft weiterhin verhalten. Dies habe die jüngste Unternehmensbefragung des Verbandes ergeben. Demnach schlage sich in der Nachfrage- und Produktionsentwicklung nicht die für den Frühsommer typische Belebung der Bautätigkeit nieder, sondern verharre weitgehend auf Vormonatsniveau. Insbesondere im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau melden die befragten Bauunternehmen dem ZDB zufolge eine rückläufige Entwicklung.

"Die Unternehmen haben einen zusätzlichen Aufwand, um die Gesundheit der Mitarbeiter durch Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln zu schützen. Weiterhin kommt es zu Störungen in den Lieferketten", erläutert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB, die Umfrageergebnisse. "Sollte sich der derzeitige Trend verfestigen, wird die Baubranche zum Jahresende deutlich schlechter abschließen als noch in 2019."

Die Nachfrageentwicklung wird in der Konjunkturumfrage deutlich verhaltener beurteilt als noch vor Jahresfrist. Im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau überwiegen die rückläufigen Meldungen mittlerweile jene, die ein unverändertes Niveau gegenüber dem Vormonat erwarten. Die Auftragsbestände halten im Hochbau mit 3,6 Monaten knapp das Vormonatsniveau (3,7 Monate). Im Tiefbau legen sie etwas zu, von 2,3 Monaten auf 2,5 Monate. Lediglich im Wohnungsbau werden die Auftragsbestände noch mit "ausreichend" beschrieben. Im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau haben die Meldungen über zu kleine Bestände deutlich zugenommen.

Die Erwartungen zur Geschäfts- und Auftragsentwicklung fallen per Saldo "abnehmend" aus. Die Preise für Bauleistungen sehen die Unternehmen weiter unter erheblichem Druck.