Das Unternehmen Carl Wittkopp produziert seit 1857 Hochsicherheitsschlösser. Foto: Screenshot

Beschlag- und Sicherheitstechnik

29. July 2020 | Teilen auf:

Carl Wittkopp übernimmt Safe-Sparte der Steinbach & Vollmann

Die Carl Wittkopp GmbH (Wittkopp) übernimmt den Geschäftsbereich Safe von der Steinbach & Vollmann GmbH & Co. KG (STuV). Die beiden nordrhein-westfälischen Unternehmen mit Sitz in Heiligenhaus (STuV) und Velbert (Wittkopp) gehören zu den traditionsreichsten Unternehmen der deutschen Sicherheitsindustrie, heißt es in der gemeinsamen Mitteilungen.
Im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens wird sich STuV nach eigenen Angaben verstärkt auf die Geschäftsfelder Kühl- und Heißgeräteindustrie, Hochsicherheit für den Strafvollzug und Verschlusslösungen für den Stahl- und Blechbau konzentrieren und sich somit aus dem Geschäftsbereich Safe zurückziehen. Die Carl Wittkopp GmbH gehöre im Bereich Safeschlösser zu den führenden Anbietern und investiere stark in den Ausbau der Fertigung und des Vertriebs, unter anderem durch die Errichtung eines neuen größeren Entwicklungs- und Fertigungsstandortes in Velbert.
Nach einer Phase intensiver Gespräche haben beide Unternehmen laut der gemeinsamen Mitteilung Ende Juli 2020 eine Übereinkunft dahingehend getroffen, dass Wittkopp den Geschäftsbereich Safe zum 1. September 2020 von STuV übernimmt. Im Gegenzug übernimmt STuV die bestehenden Aktivitäten im Bereich Hochsicherheit für den Strafvollzug von Wittkopp. Darüber hinaus wurde zur Sicherstellung einer reibungslosen Versorgung der Kunden ein mehrjähriger Liefervertrag abgeschlossen, heißt es weiter.
Andreas Kupka, Geschäftsführer von STuV: „Der strategische Rückzug aus dem Geschäftsbereich Safe ist für uns ein wichtiger Schritt zur Fokussierung unserer starken Marke im Bereich Hochsicherheit im Strafvollzug und der Kühl- und Heißgeräteverschlüsse“. Hierzu ergänzt Wolfgang Brede, Geschäftsführer von Wittkopp: „Die Übernahme des Safe-Geschäfts von STuV ist eine hervorragende Ergänzung unseres ohnehin starken mechanischen und mechatronischen Safeschloss-Sortimentes und zudem ein wichtiger Baustein zum Ausbau unserer internationalen Vertriebsaktivitäten“.
Die Fertigungskapazitäten und die Arbeitsplätze sowie das über viele Jahrzehnte erarbeitete Know-how der beiden Traditionsunternehmen bleibe durch die Kooperation der beiden Unternehmen der Schlüsselregion erhalten.