Mit einer sensiblen Überarbeitung hat der Hersteller die originalen Entwürfe neu aufleben lassen, heißt es in der Produktbeschreibung. Die Türdrücker wurden den heutigen bautechnischen Anforderungen angepasst, die formalen Eigenschaften der Originale sind jedoch gut erkennbar.
Die Trilogie besteht zum einen aus Re-Designs eines Türdrückers des ehemaligen Bauhaus Studenten Wilhelm Wagenfeld, der diesen zwischen 1926 und 1928 an der Staatlichen Bauhochschule Weimar entwickelt hat. FSB-Designer Harmut Weise hat auf Basis dessen die Neuauflage „1021“ geschaffen. Er interpretierte auch den Griff, den der dritte und letzte Bauhaus Direktor Ludwig Mies van der Rohe ab 1928 in verschiedenen Versionen für seine Bauprojekte in Deutschland und auch nach seinem Umzug in die Vereinigten Staaten anfertigen ließ, neu – als den jetzigen „1267“ und ebenfalls Teil der Triologie. Nicht fehlen darf in dem Dreiergespann der „Gropius-Drücker“ von Bauhaus Gründer Walter Gropius und seinem Büroleiter Adolf Meyer. Die Neuauflage „1102“ wurde von Alessandro Mendini kreiert. Die drei Produkte spiegeln in gewisser Weise die historischen Verwicklungen und Charaktere des Bauhauses an drei verschiedenen Standorten und seine internationale Migrationsgeschichte wider.
Geometrische Abstraktion und Vereinfachung
Bereit 1986 hat Mendini für FSB im Rahmen des internationalen Türklinken-Workshops das ursprüngliche Design des Gropius-Drückers überarbeitet, indem er zum einen die zylindrische Metallhandhabe an ihrem Ende durch eine kreisrunde Gravur ergänzte und zum anderen die Handhabe durch schwarze und farbige Durohorn-Teile austauschte. Der heutige „1102“ beziehungsweise seine Produktfamilie umfasst Ausführungen aus Aluminium und Edelstahl, wahlweise mit oder ohne schwarze Handhabe, für Vollblatt-, Rahmen- und Glastüren, einen Fenstergriff, einen Hebe-Schiebetür-Griff sowie Steckgriffe mit reduzierter Rosette für Türen und Fenster.
Bauelemente 2019-07-25T07:17:38Z Die Bauhaus-Strahlkraft
zuletzt editiert am 24. August 2020