Auch wenn das vergangene Jahr ganz anders gelaufen ist, als Ende 2019 abzusehen war – 2020 ist trotzdem ein gutes Jahr für Roto Frank Treppen. Warum das so ist, was für die nächsten Monate geplant ist und welches Produkt dabei besonders im Fokus steht, erzählt uns Geschäftsführer Michael Marien während einer Videokonferenz.
Signifikantes Wachstum, Ergebnissteigerung, Fokussierung und Konzentration auf festgelegte Produkte, die im Markt weiter gepusht werden sollen: Die Strategie von Roto Frank Treppen ist klar, ambitioniert – und scheint aufzugehen. Sowohl im Bereich Bodentreppe als auch bei den Flachdachausstiegen hätten sie in diesem Jahr ein deutlich zweistelliges Wachstum verzeichnen können, präzisiert Michael Marien im Gespräch, wobei der Bereich Bodentreppe der größere von beiden sei. Lediglich der Exportmarkt sei 2020 eher schwierig, so der Geschäftsführer. Insgesamt zieht er aber ein überaus positives Fazit: „Die ersten Schritte in der neuen Strategie sind super gelaufen.“
Dienstleistungspaket um das Produkt herum
Dieses Jahr sei genutzt worden, um alle Prozesse in Richtung Kunden genau unter die Lupe zu nehmen. Dabei waren immer die Fragen im Hinterkopf: „Wie können wir es dem Kunden erleichtern? Und wie schaffen wir es, dieses Produkt für Handel und Handwerk so einfach wie möglich zu machen?“, führt Marien aus. Denn erklärtes Ziel ist es, sich als qualitativ hochwertiger Problemlöser im Markt zu positionieren, der auch um das Produkt herum ein großes Dienstleistungspaket anbietet. Deshalb hat das Unternehmen unter anderem seine Webseite überarbeitet, bietet einen Treppenkonfigurator zur Preisermittlung für Boden- und Scherentreppen, Kniestocktüren und Flachdachausstiege, sowie einen Aufmaßservice und Montageunterstützung an.
Besonders im Fokus stand in den vergangenen Monaten außerdem der Flachdachausstieg. Denn hier soll die Bekanntheit deutlich gesteigert werden: „2019 haben 15 Prozent der befragten Handwerker geantwortet, dass Roto auch Flachdachausstiege macht. Diese Quote möchten wir deutlich steigern, auf 80 Prozent“, betont Marien. Dafür konzentriere man sich in Richtung Handwerk auf die Themen Montagefreundlichkeit und Qualität. So werden Flachdachausstiege beispielsweise ab Werk mit Montage-Ösen ausgeliefert, die eine einfache Befestigung am Kran ermöglichen. Das Feedback aus dem Markt darauf sei sehr gut gewesen. „Hinter allem steckt bei uns auch immer die Frage: Wie schaffen wir es, die Produkte auf ein neues Level zu bringen?“, unterstreicht Marien.
Ein weiteres Ziel sei es deshalb, die Zusammenarbeit mit den Kollegen aus dem Dachfenster-Bereich deutlich zu verstärken und bei Terminen auch zusammen aufzutreten. Und es sollen Ausstiege als „optisch ansprechende Lösungen für den hochwertigen Wohnungsbau“ entwickelt werden.
Ab 1. April 2021 neuer Vertriebsleiter Deutschland
Im kommenden Jahr wird es außerdem noch einmal personelle Veränderungen geben: Derzeit verantwortet Marien neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer noch in Personalunion den Vertrieb für Deutschland und den Export. Ab 1. April 2021 soll es dann wieder einen Vertriebsleiter Deutschland geben. Wer das sein wird, will das Unternehmen noch nicht verraten. Parallel dazu soll dann auch der Vertrieb weiter ausgebaut werden.

Des Weiteren wird die Produktion in den nächsten drei Jahren auf den neuesten Stand gebracht. Schon jetzt habe man die Kapazitäten für die beiden Bereiche (Bodentreppen und Flachdachausstiege) verdoppelt, deshalb müssten nun in 2021 die Investitionen im Bereich neue Maschinen deutlich erhöht werden, um ein noch höheres Produktionsvolumen bewältigen zu können. Denn geplant ist auch, das Exportgeschäft deutlich auszubauen und (auch) hier Synergien im Bereich des Dachfensters zu nutzen. Gerade in den arabischen Staaten seien Scherentreppen ein relativ großes Thema. Außerdem möchte sich das Unternehmen verstärkt mit osteuropäischen Ländern beschäftigen und hier auf dem Markt verstärkt Fuß fassen, sowie in Österreich, Italien und der Schweiz. Der Kernmarkt bleibe aber nach wie vor Deutschland, denn hier sei Roto Frank Treppen weiterhin am stärksten, betont Marien.