Riet Cadonau, Verwaltungsratspräsident und CEO der Dormakaba. Quelle: Screenshot

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03. September 2020 | Teilen auf:

Durchwachsenes Geschäftsjahr bei Dormakaba

Das Geschäftsjahr 2019/20 verlief bei Dormakaba, Rümlang/Schweiz, in zwei sehr unterschiedlichen Jahreshälften. Das 1. Halbjahr mit einem organischen Umsatzwachstum von 0,8 Prozent und einer Ebitda-Marge von 15,5 Prozent entsprach nach Unternehmensangaben weitgehend den Erwartungen, während die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie ab Februar 2020 zu einem Einbruch der Geschäftstätigkeit bis zum Ende des Geschäftsjahres führten. Als Folge davon verzeichnete Dormakaba im 2. Geschäftshalbjahr einen Umsatzrückgang von organisch 14,3 Prozent und eine Ebitda-Marge von 9,6 Prozent. Aufs gesamte Geschäftsjahr gesehen, ging der organische Umsatz um 6,9 Prozent zurück und die Ebitda-Marge erreichte 12,8 Prozent.

Dormakaba erzielte im Geschäftsjahr 2019/20 einen konsolidierten Nettoumsatz von 2,54 Milliarden (umgerechnet 2,356 Milliarden Euro), was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 9,9 Prozent entspricht. Vom Rückgang betroffen waren alle Segmente, wobei das Ausmaß der Pandemieauswirkungen je nach Land beziehungsweise Region variierte. Das Ergebnis vor Steuern erreichte 211,2 Millionen Schweizer Franken (195,87 Millionen Euro). Im Vorjahr waren es noch 332,7 Millionen Schweizer Franken (308,56 Millionen Euro). Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit stieg von 372,8 Millionen Schweizer Franken auf 407,9 Millionen Schweizer Franken (378,3 Millionen Euro). Diese Erhöhung sei auf die frühzeitig ergriffenen Maßnahmen zur Stärkung der Liquidität während der Covid-19-Pandemie zurückzuführen. Per Abschluss des Geschäftsjahres 2019/20 weist Dormakaba eine Bilanzsumme von 1,81 Milliarden Schweizer Franken (1,678 Milliarden Euro) aus, mit einer Nettoverschuldung von 667,7 Millionen Schweizer Franken (627,6 Millionen Euro). Per Bilanzstichtag 30. Juni 2020 lag das Eigenkapital bei 141,3 Millionen Schweizer Franken (131,05 Millionen Euro).  Die Access Solutions D/A/CH verzeichnete einen Umsatzrückgang von organisch 3,5 Prozent auf 791,9 Millionen Schweizer Franken (734,4 Millionen Euro). Die Ebitda-Marge erreichte 16,3 Prozent (Vorjahr 17,8 Prozent).

Die Finanzergebnisse der Monate Juni und Juli 2020 deuten auf eine Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds für die Geschäftsbereiche hin. Während einige für Dormakaba wichtige Länder weiterhin unter den negativen Auswirkungen von Covid-19 leiden, zeigen andere wichtige Länder Widerstandsfähigkeit und einen verbesserten Geschäftsgang. Geopolitische Risiken wie die anhaltenden Handelskonflikte schaffen zusätzliche Unsicherheit. Daher erwartet Dormakaba für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2020/21, die Finanzergebnisse des 4. Quartals 2019/20 sowohl hinsichtlich des organischen Wachstums als auch der Ebitda-Marge zu übertreffen. Auf Basis des gleichen Rahmens wird für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/21 erwartet, die Ergebnisse des 2. Halbjahres 2019/20 zu übertreffen.

Riet Cadonau, Verwaltungsratspräsident und CEO der Dormakaba: „Unsere Ergebnisse sind im Lichte der außerordentlichen und beispiellosen Umstände, von denen auch wir im 2. Geschäftshalbjahr betroffen waren, zu sehen. Im Vordergrund stehen nach wie vor die Gesundheit und Sicherheit aller unserer Mitarbeitenden sowie das Bestreben, die Auswirkungen auf unsere Kunden zu minimieren. Gleichzeitig können wir dank unseres soliden Geschäfts- und Finanzprofils auch während der aktuellen Krise an unserer Strategie festhalten und weiterhin in Innovation, in die digitale Transformation und in Nachhaltigkeit investieren.“