Energieeffizienz sollte schon beim Bau beginnen. Foto: Pixabay

Bauelemente

06. January 2020 | Teilen auf:

Energiebedarf und CO2-Emissionen von Gebäuden senken

Bei der Ermittlung des Energiebedarfs von Gebäuden lag der Schwerpunkt bislang auf der Nutzungsphase der Gebäude. Bei einer ganzheitlichen energetischen Betrachtung von Gebäuden ist jedoch nicht nur der Energiebedarf im Gebäudebetrieb, sondern auch der Energieaufwand für die Herstellung, Instandhaltung und das Lebensende der Gebäudekonstruktion, der sogenannten „grauen Energie“, von Bedeutung.

Im Rahmen einer UBA-Studie wurden für zwei Typgebäude im Neubau und vier Typgebäude im Bestand insgesamt 400 Varianten mit verschiedenen Kombinationen aus Gebäudehülle und Anlagentechnik untersucht. Für die Variantenkombinationen wurden das Treibhauspotenzial bzw. die CO2-Emissionen (GWP = CO2-Äquivalent), der nicht erneuerbare kumulierte Energieaufwand (KEAne) und die Jahresgesamtkosten ermittelt.

Die wesentlichen Ergebnisse im Überblick:

Energieeffizienz sollte Vorrang haben
Um begrenzte Ressourcen zu schonen, ist es notwendig, zuerst den gebäudeseitigen Energiebedarf durch eine effiziente Gebäudehülle und Anlagentechnik und ein energiebewusstes Nutzerverhalten zu minimieren.

Autarke Gebäudeenergiekonzepte
Autarke Gebäudeenergiekonzepte sind derzeit gesamtwirtschaftlich und ökologisch nicht zielführend. Ein autarkes Gebäude ohne Anschluss an netzgebundene Energie versorgt sich zu jeder Stunde des Jahres selbst mit Energie. Dafür ist ein hoher technischer Aufwand für die regenerative Stromerzeugung, Wasserstoffherstellung und -speicherung notwendig. Der gebäudeseitige Aufwand für autarke Gebäude ist weder aus Kostengründen noch durch Einsparungen an CO2-Emissionen zu rechtfertigen.