Unterhändler der EU-Kommission, der EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich auf ein Zertifikat geeinigt, dass vernetzte Haushaltsgeräte und Dienste durch einheitliche europäische Standards sicherer machen soll. Bild: Pixabay/Tumisu

Beschlag- und Sicherheitstechnik 2018-12-12T10:39:32Z EU führt Sicherheitszertifikate für vernetzte Geräte ein

Unterhändler der EU-Kommission, der EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich auf ein Zertifikat geeinigt, dass vernetzte Haushaltsgeräte und Dienste durch einheitliche europäische Standards sicherer machen soll. Das geht aus verschiedenen Medienberichten hervor. Nach Angaben des Parlaments ist es das erste EU-weite Sicherheitszertifikat im Bereich der Cybersecurity. Verbraucher sollen demnach besser darüber informiert werden, wie sicher Produkte im "Internet der Dinge" – zu denen auch Smart-Home-Produkte und Services zählen – sind, bei dem immer mehr Geräte mit dem Internet und miteinander verbunden werden. Hersteller müssten detaillierte Informationen zur Cybersicherheit ihrer Produkte angeben und ausweisen, wie lange sie Sicherheits-Updates bereitstellen, teilte das Parlament mit. Für Unternehmen bedeute das Zertifikat, für das die EU-Agentur für Cybersicherheit in Griechenland zuständig sein werde, dass sie nicht mehr wie bisher für mehrere Tests in verschiedenen Ländern zahlen müssen.
Die Zertifizierung bleibe jedoch freiwillig. Ob sie in bestimmten Bereichen verpflichtend werden soll, werde die EU-Kommission nun prüfen. Die Einigung müsse aber noch formell vom Parlament und den EU-Staaten bestätigt werden und trete wenige Wochen später in Kraft.

zuletzt editiert am 24. August 2020
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