Die 453 Gesellschafter der Eurobaustoff haben in den ersten neun Monaten ein Einkaufsvolumen von 5,67 Milliarden Euro bei der Zentrale in Bad Nauheim abgerufen. Quelle: Eurobaustoff

Fachhandel

22. October 2020 | Teilen auf:

Eurobaustoff meldet "sehr gute Geschäfte"

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres erzielte die Eurobaustoff ein Umsatzplus von 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Wir können keine negativen Effekte in Folge der Corona-Pandemie im operativen Geschäft unserer Fachhändler feststellen. Die Geschäfte bei unseren Gesellschaftern laufen weiterhin sehr gut“, kommentiert Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Eurobaustoff-Geschäftsführung.

Laut den heute veröffentlichten Quartalszahlen haben die 453 Gesellschafter per Ende 30. September ein Einkaufsvolumen von 5,67 Milliarden Euro bei der Zentrale der Kooperation in Bad Nauheim abgerufen. Einen großen Anteil an dem Umsatzplus hat nach Angaben der Kooperation die außergewöhnlich positive Entwicklung im Warenbereich Tiefbau/GaLabau. Besonders die Sparte GaLabau profitiere von der anhaltenden Investition der Eigenheimbesitzer in die Außenbereiche. Darauf aufbauend schließe der Warenbereich in den ersten neun Monaten des Jahres mit einem Plus von 17,3 Prozent ab.

Den nominal höchsten Zuwachs verbucht der Mitteilung zufolge der Warenbereich Fliese mit einem Umsatzplus von 20,8 Prozent. Stark wuchs auch der Einzelhandel mit einem Umsatzplus von 17 Prozent. Auch die Warenbereiche Dach&Fassade/Baumetalle (+9,8 Prozent), Hochbau (+9,9 Prozent) sowie Holz und Bauelemente (+8,52 Prozent) zeigen eine kräftige Umsatzentwicklung, die sich annähernd gleich aus dem ersten Halbjahr fortschreiben, heißt es.

Für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich die Geschäftsführung der Kooperation insgesamt positiv gestimmt. „Bisher hat sich die deutsche Baubranche in den ersten neun Monaten des Jahres weitgehend gefestigt und damit krisenfest entwickelt. Wir gehen davon aus, dass trotz ansteigender Infektionszahlen die Baukonjunktur in 2020 stabil bleibt“, sagt Hartmut Möller, Geschäftsführer sowohl für den Geschäftsbereich Einkauf als auch für die Ländergesellschaften in Österreich und der Schweiz.

Was eine Prognose für 2021 angeht, bleibt die Kooperation vorsichtig. „Das Bauvolumen im Gewerbebau schwächt sich weiter leicht ab und es werden aktuell mehr Aufträge abgearbeitet als neue hinzukommen. Wir rechnen im Gewerbebau mit entsprechenden Auswirkungen auch für 2021." Der Wohnungsbau und hier in erster Linie der Mehrfamilienhausbau entwickele sich weiter positiv. Im Ein- und Zweifamilienhausbau verzeichne die Branche aktuell eine Seitwärtsbewegung. „Insgesamt bleiben wir in der Eurobaustoff für 2021 grundsätzlich optimistisch, setzen aber unsere Planung auf das Jahr 2019 auf“, so Dr. Kern.