2020-07-14T08:01:30Z Europäischer Standard für Smart-Home-Technik veröffentlicht

Die europäische Normungsorganisation ETSI (European Telecommunications Standards Institute) hat den Europäische Standard (EN) 303 645 veröffentlicht, der mehr Sicherheit für vernetzte Geräte im Smart Home bieten soll. Als Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes war das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach eigenen Angaben maßgeblich an der Entwicklung des am 30. Juni veröffentlichten Standards beteiligt.
„Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen die Möglichkeiten der Digitalisierung und Vernetzung des eigenen Zuhauses. Jedes neue internetfähige Gerät eröffnet aber auch Cyber-Kriminellen neue Angriffsmöglichkeiten. Daher hat das BSI gemeinsam mit Herstellern, Prüfinstituten und internationalen Regierungsorganisationen die Entwicklung des neuen Standards vorangetrieben. Es gilt, vernetze Geräte als Teil des täglich wachsenden Internets der Dinge (IoT) auf eine sichere Basis zu stellen. Mit dem neuen EU-Standard ist dies gelungen, für die Informationssicherheit und Privatsphäre der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland und Europa ist dies ein Meilenstein“, erklärt BSI-Vizepräsident Gerhard Schabhüser.
Der neue, weltweit anwendbare Mindestsicherheitsstandard EN 303 645 diene als Empfehlung für die sichere Entwicklung (Security by Design) von IoT-Geräten. Er baue auf dem vorherigen Standard TS 103 645 auf und auch der vom BSI mitentwickelte deutsche Sicherheitsstandard DIN SPEC 27072 sei in die Erstellung des neuen europäischen Standards eingeflossen.
Auf Basis des neuen Standards erarbeite das BSI mit weiteren Partnern bei der europäischen Standardisierungsorganisation ETSI derzeit bereits eine Prüfspezifikation zu EN 303 645. Diese definiere, wie die Anforderungen aus dem Sicherheitsstandard strukturiert und umfassend getestet werden können.

zuletzt editiert am 24. August 2020
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