Die Bedeutung farbiger, auf die jeweilige Fassade und Inneneinrichtung angepasster Fensterprofile ist nicht nur aus Sicht des Profilherstellers Veka in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Immer häufiger legen Architekten, Innenarchitekten und Designer großen Wert auf die haptische und visuelle Gestaltung der Fenster und nutzen vor Ort die Möglichkeit, sich von den Veka-Partnern kompetent beraten zu lassen.
Bei Großprojekten, wie dem Lighthouse Hotel & Spa in Büsum, können die Wunschfenster im Vorfeld auch als Prototyp gebaut werden, um den Planern und Betreibern die Möglichkeit zu bieten, sich einen authentischen Eindruck über Look & Feel sowie den Einfluss des Fensters auf die Wirkung des Raumes und der Fassade zu verschaffen.
Auch Jens Sroka, Geschäftsführer von Heimathafen Hotels, Hotelier des Jahres 2019 und Erfinder der Bretterbude und der Beach Motels, hat sich vom Systempartner der Firma Veka in Heide, der Harder Glasbau GmbH, ein solches Musterfenster bauen und sich im Showroom des Unternehmens für die Ausstattung seines neuen Lighthouse Hotel & Spa inspirieren lassen. Das Ergebnis beeindruckt und verdeutlicht, dass die Profiloberflächen „Spectral“ für den Einsatz in der modernen Architektur geeignet sind.
Akzente in Büsum
Mit knapp zwei Millionen Übernachtungen pro Jahr ist Büsum ein interessanter Standort für das neue, reifere Konzept von Hotel-Entrepreneur Jens Sroka. Auf Basis der Klientel mittleren Alters und trotz – oder gerade wegen – des verstaubten Charmes der Hafenstadt hat Sroka hier ein Produkt entwickelt, das Anmut, Herkunft, Heimat und Stil gelungen miteinander vereint. Unmittelbar neben dem über 100 Jahre alten Leuchtturm – zwischen Museumshafen und Deichpromenade – ist ein baulich einmaliger Hotelkomplex entstanden.
Zum Hafen hin wurden kleine Hafenhäuser mit unterschiedlichen Dachformen gestaltet, in denen unter anderem Geschäfte, eine Kneipe sowie das neue Gastro-Konzept der „Hafenkantine“ untergebracht sind. Rückseitig zum Deich hin bilden mit Klinkern versehene Deichhäuser das Haupthaus des 111 Zimmer und Suiten umfassenden Hotelkomplexes stilvoll ab.
Die bewusst geschaffene Kleinteiligkeit in der Gebäudehülle erzeugt einen organisch gewachsenen Charakter, der sich im Inneren nahtlos fortsetzt. Kein öffentlicher Raum gleicht dem anderen. Jedes der drei Restaurants hat seinen eigenen Stil und jede der 19 Suiten ein individuelles Erscheinungsbild, das gemeinsam mit unterschiedlichen Kooperationspartnern entwickelt wurde. Die hieraus abgeleiteten Anforderungen an die optische Beschaffenheit und die funktionale Ausstattung der Kunststofffenster waren breit gefächert, konnten jedoch durch die Angebotsvielfalt und Systemkompetenz des westfälischen Kunststofffenster-Systemgebers Veka gelöst werden.
Direkt hinterm Deich
Der Neubau des Lighthouse Hotel & Spa entstand unmittelbar am beziehungsweise auf dem Deich von Büsum. An dieser Stelle trifft der Wind von der offenen See ungebremst auf die Gebäudehülle. „Der Winddruck an diesem Standort ist wesentlich höher als beispielsweise in Städten oder auf dem Land. Gerade an der friesischen Nordsee ist darüber hinaus sehr häufig mit Starkwind zu rechnen“, erläutert Hans Runge von der Harder Glasbau GmbH. „Aus diesem Grund haben wir spezielle Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um die Elemente noch stabiler zu machen.“
So wurden in das Profilsystem „Softline 82“ mehr Schließstücke und Verriegelungspunkte eingebaut, als dies sonst üblich ist. Eine in dem Profil liegende, zusätzliche Stahlarmierung bringt weitere Stabilität und sorgt für eine hervorragende Langlebigkeit und Funktionssicherheit. Mindestens 50 Prozent mehr Belastung kann das System aufgrund der erweiterten Maßnahmen kompensieren.
Alle Maßnahmen wurden fachgerecht in enger Kooperation zwischen Veka, dem Beschlaghersteller Roto sowie dem ausführenden Fensterbauer Harder initiiert. Auch die Abdichtungsebenen wurden für den Einsatz direkt am offenen Meer stärker ausgebildet und im Vorfeld originalgetreu bemustert. Der Einbau wurde so ausgeführt, dass die Fensterelemente vor dem Verblendstein verbaut wurden. Hierdurch war die Abdichtung einfacher und damit sicherer zu erstellen. Nach erfolgter Einbringung der Elemente verkleidet der Klinkerstein die Abdichtungsebene, sodass eine optisch wie energetisch perfekte Gebäudehülle entsteht.
Bei dem verbauten Profilsystem handelt es sich um ein Sechs-Kammer-Mitteldichtungssystem mit einer Bautiefe von 82 Millimetern sowie einem Dämmwert für das gesamte Fensterelement von bis zu Uw = 0,70 W /(m2K) je nach Verglasung. Weitere Komfortmerkmale sind laut Hersteller die Schalldämmung, die durch zwei Dichtungsebenen erzielt wird, sowie die hohe Schlagregendichtheit, die Gäste des Hotels vor eindringender Feuchtigkeit schützen soll. Bei Einsatz der entsprechenden Beschläge hemme das System Einbrüche nach DIN EN 1627 bis zur Widerstandsklasse RC 2. Auch in puncto Nachhaltigkeit könnten Kunden sich auf das System verlassen: Es sei mit dem Vinyl-Plus-Produktlabel zertifiziert und aufgrund ressourcenschonender Beschaffungs- und Produktionsprozesse sehr umweltfreundlich nahezu zu 100 Prozent recycelbar. Bei Tests hat das Energiespar-Profilsystem die erweiterten Anforderungen der RAL-Gütesicherung, der Ift-Richtlinie und auch alle freiwilligen Zusatzprüfungen erfüllt. Die Leistungseigenschaften des Systems biete dem Verarbeiter ein Höchstmaß an Flexibilität unter anderem in der Ausstattung des Produktes mit allen marktüblichen Beschlägen.
Optik entscheidet über Vergabe
Das Aussehen des Hotels wurde maßgeblich durch die Interior-Designer von Cosman Interior sowie das Architekturbüro Ladehoff definiert, wobei Inhaber Jens Sroka seine Vorstellungen umgesetzt sehen wollte. Entstehen sollte eine sehr warme Optik. Erdige Hölzer am Boden, gebrannte Klinker an den Wänden, echte Holzpaneelen sowie dezente, hochwertige Stoffe füllten das sogenannte Moodboard der Gestalter bei der Planung. In Anlehnung an den Merkmalen der verplanten Lampen und Armaturen sowie der gusseisernen Duschabtrennung in den Bädern sollten die Fenster eine optische Einheit mit diesen Designelementen bilden.
Mit „Spectral“ bot Hans Runge von Harder den Planern ein Produkt an, das die Ansprüche der Gestaltung in jeder Hinsicht abdecken konnte. Die von Veka selbst entwickelte Oberflächentechnologie biete eine Vielzahl unterschiedlicher Optiken. Die reflexionsarme Materialität sowie die sanfte Haptik unterstreichen das hochwertige Interieurkonzept. Die schmutzabweisende Oberflächenbeschaffenheit, die auch für die Gestaltung von Fassaden- und Verkleidungselementen zur Verfügung stehe, prädestiniere die Profiloberfläche für den Einsatz in Hotelbauten.
Ganzheitlicher Ansatz
Fensterelemente sind bei Hotelbauten ein sehr wichtiges Bauelement. Im Inneren verkörpern sie ein vollendetes Interieur und sind gleichsam Funktionselement. Für die Gebäudehülle zählt zudem ihre Fähigkeit, diese homogen im Sinne des Konzeptes wirken zu lassen. Hierbei haben Bauplaner und Interior-Spezialisten völlig unterschiedliche Erwartungshaltungen.
Veka und sein Systempartner Harder konnten beim Lighthouse Hotel & Spa die gesamte Leistungskette sowie alle Wünsche optimal integrieren und abbilden. Dass auch die Lieferung und der Einbau termingerecht stattfanden, versteht sich für Runge von selbst: „Das neue Lifestyle-Hotel der Heimathafen Hotelgruppe in Büsum, das Lighthouse Hotel & Spa, ist mittlerweile das vierte Projekt, das wir für Jens Sroka haben realisieren dürfen. Und alle haben pünktlich eröffnet“, freut sich der Harder-Geschäftsführer.
