Fachhandel
Fachhändler – egal ob nun allgemeiner Baustofffachhandel oder spezialisierter Fachhandel – sind traditionell die erste Anlaufstelle für die Verarbeiter, wenn es um den Materialeinkauf geht. Auch die Beratung wird geschätzt. Foto: Renner Weilheim/Hauf
10.08.2017 Fachhandel

Fachhandel bleibt Einkaufsort Nummer 1

Fachhändler – egal ob nun allgemeiner Baustofffachhandel oder spezialisierter Fachhandel – sind traditionell die erste Anlaufstelle für die Verarbeiter, wenn es um den Materialeinkauf geht. Immerhin decken die großen Verarbeiterbetriebe rund 90 Prozent ihres Materialbedarfs über den Fachhandel ab. Den Verlockungen der DIY-Händler zeigen die Bauprofis indes weiterhin standhaft den Rücken, berichtet das Marktforschungsunternehmen Bau-Info-Consult, Düsseldorf, und analysierte, wie das Verhältnis zwischen allgemeinen Baustofffachhandel und spezialisierten Fachhandel ist und wo die unterschiedlichen Gewerke lieber einkaufen.

Demnach verlaufen die Distributionswege bei den mitarbeiterstarken Verarbeiterbetrieben in gewohnten Bahnen: So entfallen insgesamt durchschnittlich 91 Prozent des Einkaufvolumens der 222 befragten Betriebe auf den Fachhandel. 56 Prozent des jährlichen Materialeinkaufs beziehen die befragten größeren Verarbeiterbetriebe über den spezialisierten Fachhandel, wohingegen über den allgemeinen Baustoff-Fachhandel 37 Prozent des Materialbedarfs gedeckt werden.

Allerdings lasse sich bei den großen Handwerksbetrieben ein Gewerkeunterschied erkennen, berichten die Forscher. So kaufen die größeren Bauunternehmen lieber im allgemeinen Baustofffachhandel ein – 56 Prozent des benötigten Materials wird über diesen Händlertyp erstanden. Gut 35 Prozent des Materialbedarfs decken die Bauunternehmen über den Fachhandel ab, während nur sechs Prozent direkt beim Hersteller bestellt wird.

Eins sei jedoch bei allen Gewerken ähnlich: Sowohl der Direktvertrieb durch den Hersteller (im Schnitt haben die Befragten lediglich fünf Prozent ihrer Materialien direkt vom Hersteller bezogen) als auch der oft verpönte Einkauf im Baumarkt um die Ecke (nur drei Prozent Einkaufsvolumen) spielen für die befragten größeren Verarbeiterbetriebe so gut wie keine Rolle. Der klassische dreistufige Vertriebsweg ist demnach immer noch das Mittel der Wahl beim Materialeinkauf. 

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