Lünemann, Göttingen
Lünemann, Göttingen, hat am Freitag (8. Februar) beim Amtsgericht einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung eingereicht. Foto: Lünemann
11.02.2019 Fachhandel

Lünemann stellt Insolvenzantrag

Das Göttinger Traditionsunternehmen Lünemann GmbH & Co KG hat am Freitag (8. Februar) beim Amtsgericht einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung eingereicht. Zum vorläufigen Sachverwalter wurde Silvio Höfer von Anchor Rechtsanwälte bestellt.

Der technische Fachgroßhändler hatte die Belegschaft am Vorabend darüber informiert. Laut Berichten der „HNA“ und vom „Göttinger Tageblatt“ unter Berufung auf Lünemann-Geschäftsführer Klaus Günter laufe der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter und auch die Angestellten erhielten weiter ihre Gehälter. Zudem gebe es einen Sanierungsplan, der bereits im vergangenen Jahr erarbeitet worden sei, aber keine Einschnitte bei den Mitarbeitern vorsehe. Auch seitens der Lieferanten würde der Sanierungskurs unterstützt, eine Weiterbelieferung sei damit gesichert. Die digitalen Prozesse sollen nun noch effizienter aufgestellt und ein passender Investor oder Kooperationspartner gesucht werden.

Lünemann ist seit 1783 in Göttingen ansässig. Das mittelständische Handelsunternehmen beschäftigt rund 100 Mitarbeiter an zwei Standorten (neben Göttingen gehört Werkzeug-Löber in Kassel zum Unternehmen) und hat sich als „Alles aus einer Hand“-Anbieter mit zusätzlichen Dienstleistungen wie Montage positioniert. Bedingt durch den zunehmenden Wettbewerb von überregionalen Anbietern und Online-Händlern seien die Umsätze jedoch zuletzt rückläufig.

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