B2B
Die Forschungs- und Beratungseinrichtung Ibi research an der Universität Regensburg hat in einer aktuellen Studie die Potenziale und Hemmnisse des B2B-E-Commerce untersucht. Foto: Pixabay/iKumpunen
11.12.2019 Fachhandel

B2B-E-Commerce mit Multikanal-Strategie wird immer wichtiger

Die Potenziale und Hemmnisse des B2B-E-Commerce hat jetzt die Forschungs- und Beratungseinrichtung Ibi research an der Universität Regensburg in der Studie „B2B-E-Commerce 2020 – Status quo, Erfahrungen und Ausblicke“ untersucht. Die Ergebnisse sollen zeigen, dass der B2B-E-Commerce immer mehr ins Rollen kommt.

Schon heute generiere jeder fünfte B2B-Händler die Hälfte seines Umsatzes über Online-Verkäufe. Die größte Herausforderung dabei aus Händlersicht laut der Untersuchung: Langfristiger Erfolg kann nur über Multikanal-Konzepte generiert werden. Dafür fehle vielen Unternehmen aber die richtige Strategie. Zusätzlich setzen zunehmende Geschäftsbeziehungen zwischen Herstellern und Endverbrauchern den Großhandel unter Druck. Die von e-Cube, Creditreform und Spryker unterstützte Studie verdeutliche, dass Großhändler weiterhin den Aufwand von E-Commerce-Projekten unterschätzen.

Aktuell bevorzugten Einkäufer in Großhandelsunternehmen den Online-Shop von Geschäftspartnern sowie weiterhin die klassischen Kanäle (schriftliche und telefonische Bestellung). Für die kommenden fünf Jahre erwarten sie dagegen einen Umbruch: 89 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass bis dahin die Hälfte aller Einkäufe online getätigt wird. Als Gründe gaben die rund 170 Studienteilnehmer die zunehmende Digitalisierung von Prozessen, Umsatzsteigerung und die Gewinnung von Neukunden an. Nur 18 Prozent verzichten auf Online-Verkäufe.

Zwei Drittel der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass 2025 über 50 Prozent der Bestellungen vollautomatisch getätigt werden. Die Kundenkommunikation wird ihrer Einschätzung nach zu einem großen Teil von Chatbots und Robots durchgeführt. Diese Entwicklungen verändern den Markt massiv. Hinzu kommt, dass Teile des B2B-Marktes durch direkten Kundenkontakt der Lieferanten umgangen werden können. Auch deshalb befürchten viele Unternehmen, dass der Großhandel in Zukunft an Relevanz verlieren wird.

Mehr zu der Studie lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben unserer Fachzeitschriften.

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