Bauelemente 2020-04-29T10:19:41Z Fachhandelstage bei EGE

Zu einer der letzten Veranstaltungen, bevor die Corona-Pandemie das öffentliche und auch teilweise wirtschaftliche Leben lahm legte, gehört wohl die Fachhändlertagung des Bauelementeherstellers EGE in Verl. Die Redaktion war vor Ort und durfte interessante Vorträge erleben.
Obwohl schon hier und da aufgrund des SARS-CoV-2-Virus‘ Veranstaltungen verschoben und Messen abgesagt wurden, konnte EGE-Geschäftsführer Dr. Markus Pauli im ostwestfälischen Verl rund 80 Fachhändler begrüßen. „Das freut mich sehr und bestätigt uns als Unternehmen, weil es derzeit nicht selbstverständlich ist, Menschenmengen aufzusuchen“, würdigte Pauli das Kommen der Gäste. Dies galt auch noch für die zwei Folgeveranstaltungen Anfang März in Verl und Bamberg. Insgesamt gut 300 Kunden besuchten die Veranstaltungen des Unternehmens, das an den vier Standorten Verl, Grimma, Sangerhausen und Lagenhorn circa 600 Mitarbeiter beschäftigt.
Den Auftakt zur Fachhändlertagung gestalteten Geschäftsführer Dr. Markus Pauli und Vertriebsleiter Uwe Klusmeyer mit einem Blick auf die aktuellen Zahlen der Baubranche. Der Ifo Geschäftsklimaindex sagt in Deutschland eine allgemeine Verschlechterung seit einigen Monaten an, aber im Baugewerbe laufe es gut, die Erwartungshaltung sinke jedoch. Auch im Fenstermarkt sei das so, aber auch die Lage sei nicht so gut wie im Baugewerbe allgemein. Inwieweit sich die Erwartungen im Allgemeinen und für EGE im Speziellen aufgrund des Corona-Virus‘ eintrüben, sei schwer vorherzusagen.
Bei der Kapazitätsauslastung der Fensterbauer sei die Lage gut. „Die Umsatzerlöse halten der starken Nachfrage jedoch nicht stand. Hinzu kommt der Preisdruck. Wir sind also trotz Nachfrage angesichts der steigenden Baugenehmigungszahlen im Mehrfamilienhausbereich nicht in der Lage, die Preise zu erhöhen, obwohl die Vormaterialien teurer sind und die Nachfrage stimmt“, bringt es Pauli auf den Punkt.
Für EGE selbst bleibt auch dieses Jahr die Stärkung der Partnerschaften mit den Fachhändlern zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Das Objektgeschäft wolle man regional fokussieren, Aufmaß- und Montageleistungen weiter an die eigenen Fachhandelspartner vermitteln. „2019 haben wir Montageleistungen im Wert von 250 000 Euro vermittelt“, erklärt Klusmeyer. Als Grundlage dies in Zukunft auszubauen und sicherzustellen, habe der Hersteller unter anderem an kürzeren Lieferzeiten und der Stabilisierung der Liefertreue gearbeitet. Zudem sollen die Reaktionszeiten im Kundendienst verbessert werden. Auch der Engpass beim Aluminium soll behoben werden.
Darüber hinaus will der Hersteller mit der Industrie spezielle „Smart home“-Pakete erarbeiten. „Das Thema wird rasant kommen und ich rede hier nicht nur vom Rollladenantrieb. Die Menschen wollen zunehmend ein Gesamtkonzept. Da arbeiten wir mit der Firma Somfy eng zusammen. Es wird bald einen Piloten geben, damit das Thema endkundentauglich aufbereitet wird“, gab Pauli bekannt. Zudem will das Unternehmen die Online-Kompetenz seiner Fachhändler allgemein stärken. Schulungen mit Somfy, der Profine Akademie, Siegenia und Roma würden weiterhin angeboten.

zuletzt editiert am 24. August 2020
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