Das Ausmaß der Fehlerkosten am Bau in Deutschland ist laut Bau-Info-Consult immens. Quelle: Pixabay

Bauwirtschaft

14. October 2020 | Teilen auf:

Fehlerkosten am Bau weiter hoch

Auf rund 20,8 Milliarden Euro beziffert Bau-Info-Consult die Fehlerkosten am Bau im Jahr 2019. Neben ausufernden Mammutprojekten wie dem Flughafen BER oder Stuttgart 21 sind dabei laut der Forscher vor allem die Fehlerkosten dafür verantwortlich, die bei vergleichsweise einfachen Bauprojekten tagtäglich passieren. 

Bis heute gibt es keine offiziell geführten Statistiken darüber, wie hoch die Fehlerkosten am deutschen Bau tatsächlich ausfallen. Um die jährliche Fehlerkostensumme überhaupt annähernd zu ermitteln, führt Bau-Info-Consult seit über einem Jahrzehnt einmal im Jahr eine umsatzanteilige Fehlerkostenanalyse durch. Dabei zeigt sich, dass die Fehlerkosten von Jahr zu Jahr meistens eher ansteigen, als dass sie sinken würden. Auch für 2019 lässt sich den Berechnungen der Marktforscher zufolge ein Anwachsen der Fehlerkostensumme im Vergleich zum Vorjahr feststellen. So schätzen die befragten Bauakteure, dass der Fehlerkostenanteil am gesamten Branchenumsatz in 2019 bei durchschnittlich 15,4 Prozent lag. Ausgehend von dem vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie berechneten baugewerblichen Umsatz von 135 Milliarden Euro in 2019 ergibt sich der Analyse zufolge somit eine Fehlerkostensumme von 20,79 Milliarden Euro – in 2018 lagen die deutschlandweiten Fehlerkosten noch bei 17,78 Milliarden Euro.