Der Fachverband Tischler NRW hat Ende Januar 230 Teilnehmer bei der Fensterfachtagung in Lünen
empfangen. Dort wurde gezeigt, dass digitale Lösungen auch Fensterbauer entlasten und sie dabei unterstützen können, ihre betrieblichen Abläufe effizienter zu gestalten.
Einer, der dies zeigte, war Dittmar Siebert von Siebert Engineering. Er verfolgt die Entwicklung des „Handwerk 4.0“. Entscheidend für den erfolgreichen Einsatz digitaler Werkzeuge sei die Weiterbildung der Mitarbeiter: „Die Software funktioniert so gut wie der Mitarbeiter, der sie bedient.“ Spezialisierte Mitarbeiter sollten unbedingt fit sein in CAD und Excel, die laut Siebert Schlüsselpositionen einnehmen. Für die Baustelle und die Montage hat er eine Aufmaß-App entwickelt, die inzwischen in „Win-Worker“ integriert worden ist. Mit diesem „elektronischen Notizbuch“ könne der Workflow durch die Vernetzung der Baustelle mit dem Büro optimiert werden. „Im Vergleich zu den Werkstätten stecken wir bei der Digitalisierung auf der Baustelle noch im Mittelalter“, so Siebert.
Markus Damwerth berichtete bei der Tagung aus der Arbeit der Fachgruppe Fensterbau und Fassade, deren Vorsitzender er ist. Zuständig auf der Verbandsseite ist Franz-Josef Wiegers, der erläuterte, was es bei der Verschärfung der Schallschutznormen und beim Gebäudeenergiegesetz zu beachten gilt: „Genaue Vereinbarungen und Absprachen schützen vor Missverständnissen, falschen Erwartungen und Probleme mit dem Kunden“, so der technische Berater des Fachverbandes. Welche Vorteile, aber auch welche Probleme die neue Baurechtsreform für Fensterbauer mit sich bringt, fasste Heinz-Josef Kemmerling, Justiziar des Fachverbandes, zusammen.

Zwischen den Vorträgen konnten sich die Teilnehmer der Fensterfachtagung in Lünen an den Ständen der Aussteller informieren. Foto: Tischler NRW
Bauelemente 2018-02-12T08:54:39Z Fensterfachtagung mit Schwerpunkt Digitalisierung
zuletzt editiert am 24. August 2020