Fenstermarkt
Durch die Wirtschaftskrise Russlands rücken die umliegenden Länder auch am Fenstermarkt stärker in den Fokus. Zwar konnten die Staaten des Baltikums, Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens im letzten Jahr 12,2 Millionen Fenster absetzen, mussten jedoch dabei einen Rückgang von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Grafik: Interconnection Consulting
Fenster
Durch die Wirtschaftskrise Russlands rücken die umliegenden Länder auch am Fenstermarkt stärker in den Fokus. Zwar konnten die Staaten des Baltikums, Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens im letzten Jahr 12,2 Millionen Fenster absetzen, mussten jedoch dabei einen Rückgang von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Grafik: Interconnection Consulting

Gemischte Lage auf dem Fenstermarkt rund um Russland

Durch die Wirtschaftskrise Russlands rücken die umliegenden Länder auch am Fenstermarkt stärker in den Fokus. Zwar konnten die Staaten des Baltikums, Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens im letzten Jahr 12,2 Millionen Fenster absetzen, mussten jedoch dabei laut einer Erhebung der Marktforschung Interconnection Consulting, Wien/Österreich, einen Rückgang von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Mit 70,9 Prozent gebe es eine starke Präferenz für PVC-Fenster in den untersuchten Märkten, die sich sehr unterschiedlich entwickelten.

In Zentralasien ist das Gesamtvolumen des Fenstermarktes um 12,3 Prozent gesunken. Dabei sei einzig und allein Kasachstan für die negative Gesamtentwicklung der Region verantwortlich. Usbekistans Wirtschaft zeigt dagegen bereits seit Jahren nach oben. Auch die drei anderen kleineren Märkte (Turkmenistan, Kirgisistan, Tadschikistan) konnten im letzten Jahr signifikante Absatzsteigerungen (zwischen vier und fünf Prozent) erzielen. PVC-Fenster sind in Zentralasien mit 67 Prozent Marktführer.

Die baltischen Länder konnten im letzten Jahr ihren Absatz um ein Prozent steigern. Hauptverantwortlich für das Wachstum ist Estland. Der PVC-Fenster-Anteil liegt im Baltikum bei 67,8 Prozent.

Für das letzte Jahr wird in den Kaukasus-Ländern von Interconnection ein Minus von 13,4 Prozent in Menge erwartet. Wobei die Entwicklung in den einzelnen Ländern durchaus unterschiedlich verläuft. So erfreut sich Georgien eines starken wirtschaftlichen Wachstums. In Aserbaidschan hat dagegen der Wertverlust der lokalen Währung und der damit einhergehende Abzug von Investorengeldern zu einem Rückgang in der Bauwirtschaft geführt. Auch Armenien verzeichnete 2016 einen ähnlichen Rückgang des Geschäftsvolumens. Der PVC-Fenster-Anteil liegt in den Kaukasus-Ländern bei 77,8 Prozent.

2016 sank der Umsatz in Osteuropa in der Branche um ein Fünftel und setzte damit den freien Fall der vorangegangenen Jahre fast ungebremst fort. Der Fenstermarkt in Weißrussland stürzte aufgrund der anhaltenden Finanzkrise im Land im letzten Jahr um etwa 40 Prozent wertmäßig ab. In der Ukraine hat sich der Wert des Fenstermarktes seit 2013 halbiert. Auch in der nahen Zukunft wird sich laut der Studie keine Erholung einstellen.

Insgesamt versuchen fast alle Länder rund um Russland gerade jetzt die Abhängigkeit von Russland zu reduzieren und sich als eigenständige Märkte zu emanzipieren. Dabei findet eine Konzentration der Marktteilnehmer in diesen Regionen statt und lokale Präsenz sowie lokale Produktion gewinnen stark an Bedeutung. Ein Anzeichen für diese Entwicklung ist der Anstieg der direkten Distribution, die mittlerweile zwei Drittel des Gesamtmarktes abdeckt.

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