Absatzprognose für Fensterbeschläge in der D/A/CH-Region
Die Absatzprognose für Fensterbeschläge in der D/A/CH-Region von Interconnection Consulting. Grafik: Interconnection Consulting

Wachstumsflaute bei Fensterbeschlägen

Die Nachfrage nach Fensterbeschlägen in der D/A/CH-Region stagniert dieses Jahr erneut. Rund 17,4 Millionen abgesetzte Beschlaggarnituren bedeuten ein leichtes Minus nach Menge um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich der Trend sinkender Absatzzahlen weiter fort. Bis 2020 soll der Absatz um weitere 0,2 Prozent jährlich sinken, wie eine nun erschienene Studie von Interconnection Consulting (IC), Wien/Österreich, zeigt. Der Grund für die generelle Wachstumsflaute liegt demnach vor allem an der Billigkonkurrenz der osteuropäischen Länder.

Trotz der schwierigen Situation heimischer Anbieter von Fensterbeschlägen, wird der Beschlagmarkt bei wertmäßiger Betrachtung ansteigen. Dies hat zwei Gründe: Erstens sorgt das Thema Einbruchschutz für qualitativ höherwertige Beschläge, was sich in steigenden Durchschnittspreisen widerspiegelt. Zweitens: Während die Zahl einfacher Fensterbeschläge in der D/A/CH-Region rückläufig ist, wächst die Zahl der hochwertigen Schiebeelemente kontinuierlich. So stieg der Marktanteil dieser Produktgruppe im Wert seit 2012 von 19,7 Prozent auf 24,6 Prozent. Diese Entwicklung hat auch mit den stark steigenden Durchschnittspreisen in diesem Segment zu tun (+12 Prozent seit 2012 bei Falt-Schiebeelementen).

Der Löwenanteil des Absatzes liegt im Bereich Fenster und Balkontüren. Der Dreh-Kipp-Beschlag sei der mit Abstand Populärste: Drei von vier Fenster sind Dreh-Kipp-Beschläge (76,8 Prozent). Danach folgen laut IC Dreh-Beschläge (Innen) mit 21,7 Prozent. In der Schweiz sei dieser Anteil wesentlich höher und liegt bei knapp 40 Prozent. Mengenmäßig machen großflächige Schiebelemente zwar nur zwei Prozent des Marktes aus, trotzen jedoch dem sonstigen Negativtrend. Im Jahr 2017 wurden 346.700 Stück in diesem Segment in der D/A/CH-Region abgesetzt. Insgesamt rechnet das Marktforschungsinstitut in diesem Bereich bis 2020 mit einem mengenmäßigen Wachstum von 3,9 Prozent pro Jahr. Während Falt-Schiebe-Elemente in allen Märkten ein Nischendasein fristen, liegen die Hebe-Schiebe-Elemente voll im Trend.



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