Interconnection Consulting
Online-Anfragen werden in der österreichischen Fensterbranche noch immer stiefmütterlich behandelt. Grafik: Interconnection Consulting

Österreichische Fensterhändler online weiterhin träge

Online-Anfragen werden in der österreichischen Fensterbranche noch immer stiefmütterlich behandelt. 86 Prozent der teilnehmenden Fensterbetriebe antworten auf eine erste Online-Anfrage gar nicht, wie ein aktueller Mystery-Shopping-Test von Interconnection Consulting zeigt. In der Untersuchung wurden 115 Händler der marktanteilsstärksten Fensterhersteller in der Alpenrepublik mit einem konkreten Anliegen zu einem Neuprojekt kontaktiert und das Antwortverhalten und die Angebote analysiert. 

Auf die erste Anfrage reagierten von 115 Unternehmen nur 16 innerhalb einer Woche. Die Reaktion stieg nach einem Erinnerungsmail auf 60 Prozent. Nach einer weiteren telefonischen Kontaktaufnahme erhöhte sich der Anteil auf insgesamt 90 Prozent der untersuchten Händler, die die Anfrage zu Fenstern und zur Hebeschiebetür beantworteten. „Die Mails sind großteils handgeschnitzt, anstatt mit Textbausteinen die Kernelemente des Verkaufs abzudecken“, kritisiert Viorica Jeler, die Antwortmails der Händler. Ein nicht zu vernachlässigender Teil von 10 Prozent der Händler, antwortet trotz nachtelefonieren und Erinnerungsmail gar nicht.

Von den antwortenden Händlern übermitteln 76,7 Prozent der Händler ein Angebot. Diese Zahl liegt nur marginal über dem Wert des Vorjahres (75 Prozent). Dabei lassen sich Präferenzen seitens der Händler bei der Zusammenarbeit mit mehreren Marken erkennen. So wurde statt der angefragten österreichischen Marke eine deutsche Marke angeboten (1,3 Prozent), oder trotz namentlich angefragter Marke wurde eine andere Marke angeboten (6,3 Prozent). Weniger als ein Viertel (23,1 Prozent) verkaufen durch Cross-Selling-Inititiativen zusätzliche Produkte. Nur wenige Händler zeigen aktiv Interesse an einem Abschluss, wie die Studie zeigt. Gerade 11,5 Prozent der Händler, die ein Angebot übermitteln, fragen nach ob weiterhin Interesse besteht, oder ob es Unklarheiten gibt. Mehr als zwei Drittel der angebotsübermittelnden Händler geben sich mit dem schriftlichen Verkehr nicht zufrieden und schlagen ein Telefonat und/oder ein persönliches Treffen vor.

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