Fenstermarkt Westeuropa
Der Fenstermarkt in Westeuropa wächst. Grafik: Interconnection Consulting
Wohnbau Fenstermarkt Westeuropa
Im Wohnbau werden mehr Fenster verbaut in Westeuropa als im Nichtwohnbau. Grafik: Interconnection Consulting

Fenstermarkt in Westeuropa wächst

Der Markt für Fenster in Westeuropa wird in diesem Jahr um 3,6 Prozent ansteigen. Das geht aus einer aktuellen Studie von Interconnection Consulting, Wein/Österreich, hervor. Bis 2021 wird von den Marktforschern ein durchschnittliches Wachstum für die Branche von 3,3 Prozent prognostiziert. Fast alle untersuchten Regionen, außer Großbritannien und Irland, wiesen dabei robuste Steigerungsraten auf. Südeuropa mit Italien, Spanien und Portugal ist mit einem Wachstum von über fünf Prozent sei die am stärksten wachsende Region. Dies habe auch mit einem Aufholprozess zu tun, denn zwischen 2010 und 2018 sei der Marktanteil der südeuropäischen Länder um 42,9 Prozent auf 11,8 Prozent gesunken. Italien schaffte den Turnaround laut der Studie im Jahr 2017 und schreibt seitdem wieder positive Wachstumszahlen. So werde zum Beispiel der Neubausektor 2018 um 13,8 Prozent ansteigen. Die Region mit dem höchsten Marktanteil (34,9 Prozent) ist laut der Studie die D/A/CH-Region. Deutschlands Fenstermarkt werde dabei in diesem Jahr um 5,4 Prozent zulegen.

Die zweitgrößte Region sei Frankreich und Benelux mit einem Anteil von 23,5 Prozent. Das Wachstum der Region 2018 werde 3,1 Prozent in Menge betragen und dabei knapp unter dem Gesamtdurchschnitt von 3,2 Prozent liegen. Vor allem der Neubaubereich in Frankreich sorge weiterhin für Optimismus. Mit einem Wachstum von 3,8 Prozent könnten auch die nordischen Länder Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland stabile Steigerungsraten aufweisen. Die Wachstumslokomotive unter den nordischen Ländern sei Schweden mit einem Wachstum von 4,8 Prozent am Fenstermarkt im letzten Jahr. Die einzige Region, dessen Wachstum stagniere, ist Großbritannien und Irland mit einem prognostizierten Wachstum von unter einem Prozent für 2018. Dabei wird sich die Lage für die Wirtschaft und damit auch die der Fensterindustrie auch in den nächsten zwei Jahren wohl nicht zum Guten ändern, so die Autoren der Studie.

Insgesamt dominiere der Renovierungssektor den Fenstermarkt in allen Regionen. Während in der D/A/CH-Region die Dominanz noch relativ schwach gegenüber dem Neubau ausgeprägt sei (51:49), liege das Verhältnis demgegenüber in Südeuropa bei 70:30. Der Wohnbau sei in allen Regionen der wichtigste Fenstermarkt. Am stärksten sei diese Ausprägung in der Region Frankreich und BeNeLux mit einem Anteil von 73,7 Prozent. Vier von zehn Fenster werden laut der Studie mit PVC-Rahmen bestückt. An zweiter Stelle liege Metall mit 25,9 Prozent vor Holz mit 16,6 Prozent.

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