Fenstermarkt wächst in Österreich über den Preis

Branchenradar
Der Umsatz mit Fenstern in Österreich ist 2018 gewachsen. Grafik: Branchenradar

Der österreichische Fenstermarkt ist im Jahr 2018 nur noch preisgetrieben gewachsen. Das zeigen jetzt Daten einer Marktstudie zu Fenstern in Österreich von Branchenradar.com Marktanalyse. Demnach waren auf den ersten Blick die Rahmenbedingungen für Fenstererzeuger im Jahr 2018 hervorragend. In der Tat stieg die Nachfrage an Fenstern in neuerrichteten Gebäuden im vergangenen Jahr um nahezu vier Prozent gegenüber Vorjahr.

Doch der Neubau ist laut der Experten nur die eine, kleinere Hälfte des Fenstermarktes. Zuletzt wurden rund sechzig Prozent der Erlöse mit dem Austausch alter Fenster erzielt. Und dieser Sanierungsmarkt ist seit nunmehr fast zehn Jahren rückläufig. Wurden im Jahr 2009 dort noch gut zwei Millionen Fensterflügel abgesetzt, waren es im vergangenen Jahr lediglich 1,22 Millionen Stück.

Da sich im Jahr 2018 die Zuwächse aus dem Neubau und die Abgänge in der Sanierung annähernd die Waage hielten, entwickelte sich der Fenstermarkt absatzseitig zwar seitwärts, wurde jedoch durch steigende Preise gehebelt. Der Preisauftrieb war im Wesentlichen eine Folge steigender Rohstoffpreise, insbesondere bei Metallen und bei Produkten auf Erdölbasis, die sich am gegenständlichen Markt in Preiserhöhungen bei Profilen und Beschlägen niederschlugen. Infolge stiegen die Herstellererlöse um 2,5 Prozent gegenüber Vorjahr auf 832,1 Millionen Euro.

Das preisgetriebene Wachstum schob die Erlöse in allen Produktgruppen an, ausgenommen bei Holzfenstern. Gegenüber 2017 sanken die Herstellererlöse um neun Prozent. Mit Kunststofffenstern wurde im abgelaufenen Jahr hingegen um 2,2 Prozent und mit Holz/Alu-Fenstern um 1,7 Prozent mehr erlöst als im Jahr davor. Das stärkste Wachstum gab es bei Aluminiumfenstern, die wertmäßig um mehr als zehn Prozent zulegten. Neben einem um vier Prozent gegenüber Vorjahr steigenden Durchschnittspreis konnten Aluminiumfenster als einziges Rahmenmaterial auch die Nachfrage substanziell um sechs Prozent gegenüber Vorjahr ausweiten.

Somit verteilten sich absatzseitig im Jahr 2018 die Anteile der Rahmenmaterialien wie folgt: Holzfenster sechs Prozent, Kunststofffenster 62 Prozent, Holz/Alu-Fenster 24 Prozent und Aluminiumfenster acht Prozent Marktanteil.

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