osteuropäischer Fenstermarkt
Der osteuropäische Fenstermarkt (hier ein Beispiel aus Krakau/Polen) bietet zwar noch viel Potenzial, stagniert aber derzeit. Foto: Redaktion/kosi

Fenstermarkt in Osteuropa stagniert

Die Wachstumsaussichten des osteuropäischen Fenstermarktes werden durch die Krise der Bauindustrie in Russland und der Ukraine gedämpft. So wird der Absatzanstieg in den CEE-Ländern 2019 gerade 0,6 Prozent betragen (33,1 Millionen Einheiten), was gleichzeitig bedeutet, dass der Markt weiterhin unter dem Niveau von 2014 (40,9 Millionen Einheiten) bleibt. Während der Absatz stagniert, war jedoch 2018 mit plus 3,1 Prozent ein Umsatzwachstum zu registrieren, wie eine Studie von Interconnection Consulting, Wien, zeigt.

Der höchste Umsatz wird demnach weiterhin im Bereich der PVC-Fenster mit 2,48 Milliarden Euro erzielt. Die durchschnittliche Wachstumsrate bis 2022 liegt bei drei Prozent jährlich. Metallfenster folgen mit 1,03 Milliarden Euro und sollten ihren Anteil ausbauen können. Aufgrund des stärkeren Wachstumes im Nicht-Wohnbau, in der diese Produktgruppe einen höheren Marktanteil aufweist, werden laut der Wiener Marktforscher Metallfenster in den nächsten Jahren höhere Steigerungsraten erzielen als PVC-Fenster. Kombinationen sind jedoch die Segmente mit dem höchsten Wachstum. So wächst Holz-Aluminium um durchschnittlich 7,6 Prozent und PVC-Aluminium um durchschnittlich 6,6 Prozent pro Jahr bis 2022. Beide Materialgruppen vereinen die Vorteile der Aluminiumoptik mit der Behaglichkeit von Holz bzw. der Pflegeleichtigkeit von PVC.

Der Wohnbausektor ist mit rund zwei Drittel (66,1 Prozent) der größte Absatzmarkt für die Fensterhersteller. Dieser Sektor ist jedoch stagnierend und wird durch ein stabiles Wachstum im Nicht-Wohnbau kompensiert. Während Dreifachverglasung in den baltischen Ländern und in Russland und der Ukraine mit einem Anteil von 72,5 Prozent respektive 54,5 Prozent den Hauptfenstertypen definieren, dominiert die Doppelverglasung in den Visegrad-Staaten (Polen, Tschechien, Slowakei) auf 65,6 Prozent, in den Balkanländern (73,9 Prozent) und in Ungarn-Rumänien-Bulgarien-Griechenland (80,4 Prozent). Während die westeuropäischen Fenstermärkte mit steigenden Importquoten kämpfen, so steigt in den osteuropäischen Märkten vor allem die Exportquote. Aufgrund der europaweit führenden Unternehmen Drutex, Oknoplast und Eko Okna liegt die Exportquote Polens bei bereits 56 Prozent.

Mehr zum Thema lesen Sie in der Bauelement & Technik Ausgabe 5/19.

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