Arbonia
Der Umsatz der Arbonia Gruppe ist im 1. Halbjahr 2019 um 6,6 Prozent gewachsen. Foto: Arbonia

Arbonia steigert Umsatz und Profitabilität

Der Umsatz der Arbonia Gruppe ist im 1. Halbjahr 2019 um 6,6 Prozent auf 688,4 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet rund 633,59 Millionen Euro – Vorjahr 645,6 Millionen Schweizer Franken, rund 594,2 Millionen Euro) gewachsen. Das akquisitions- und währungsbereinigte Umsatzwachstum betrug nach Unternehmensmitteilung 1,4 Prozent. Ohne Sondereffekte stieg das Ebitda auf 52,3 Millionen Schweizer Franken (rund 48,13 Millionen Euro) gegenüber 40,5 Millionen Schweizer Franken (37,27 Millionen Euro) im Vorjahreszeitraum (+29 Prozent).

Das weltwirtschaftliche Klima war laut Arbonia im 1. Halbjahr durch die Handelsstreitigkeiten zwischen China und den USA mit verschärften Sanktionen charakterisiert, ebenso wie durch einen wachsenden Protektionismus und Spannungen am Persischen Golf. Eine nachlassende Dynamik in Europa und die anhaltenden Ungewissheiten zum Brexit erhöhen demnach die Wahrscheinlichkeit, dass die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik nochmals lockern wird. In diesem Umfeld ist davon auszugehen, dass der Schweizer Franken gegenüber dem Euro weiterhin stark bleibt. Eine anhaltende branchenspezifische Herausforderung sei der Mangel an Fachkräften für die industrielle Produktion, aber insbesondere auch an Bauhandwerkern in europäischen Ländern, in denen sich wichtige Absatzmärkte und Werke der Arbonia befinden. Die deutliche Abschwächung der Automobilindustrie wirke sich indirekt ebenfalls auf die Arbonia aus: Die diversen Werksschließungen dieser Branche spüre der Konzern teil­weise bereits in Osteuropa. Durch die Arbeitsunsicherheit werden geplante Bauobjekte teilweise verschoben und bereits gestartete Vorhaben vorläufig gestoppt.

In Deutschland hemmten steigende Preise sowie Engpässe bei Handwerkern und verfügbaren Baugrundstücken schon seit einiger Zeit den Bauboom. Unverändert bestehe aber dennoch ein hoher Bedarf an neuen Wohnungen. Der Wohnungsbau entwickelte sich stark, trotz des Rückgangs der Bau­genehmigungen um 2,8 Prozent im Jahr 2018. Aufgrund des hohen, aufgestauten Sanierungsbedarfs bei Altbauten bei einer gleichbleibenden Neubautätigkeit sei aber eine leichte Verlagerung vom Neubau- hin zum Renovie­rungsgeschäft abzusehen. Da das Produktportfolio der Arbonia für beide Bereiche umfassende Lösungen biete, profitiere auch sie von diesen freiwerdenden Kapazitäten, welche vermehrt wieder im wichtigen Renovations­markt eingesetzt werden können.

Im Heimmarkt Schweiz verlaufe die Wohnbautätigkeit seit Jahren auf hohem Niveau, doch waren die Auftrags­eingänge und die Anzahl der Baubewilligungen im Berichtszeitraum rückläufig. Polen gehöre weiterhin zu den dynamischsten Volkswirtschaften in der Europäischen Union (EU). Mittelfristig wird hier von dem Unternehmen ein weniger hohes Wachstum erwartet, dies wegen der demografischen Entwicklungen und des damit einhergehenden Fachkräftemangels, aber auch wegen der unzureichenden Arbeitsproduktivität. Auch die Slowakei und Tschechien zählen zu den wachstumsstärksten Ländern der EU, mit ähnlichen Herausforderungen. In allen drei Ländern bemühen sich laut Unternehmensmitteilung die Behörden, die Rekrutierung von Mitarbeitenden aus Ländern außerhalb der EU zu vereinfachen. Die Arbonia ist hier nach eigenen Angaben mit Produktionsstätten präsent und sieht diese Länder als bereits bestehende und zukünftige bedeu­tende Absatzmärkte. 

Die Division Fenster erzielte laut Unternehmensmitteilung mit 159,3 Millionen Schweizer Franken (circa 146,61 Millionen Euro) einen gegenüber dem Vorjahreszeit­raum um 3,9 Prozent niedrigeren Umsatz. Das währungsbereinigte Wachstum des Umsatzes fiel mit -2,1 Prozent negativ aus. Das Ebitda ohne Sondereffekte stieg jedoch auf 4,3 Millionen Schweizer Franken (3,95 Millionen Euro).

Die Division Türen verzeichnete von Januar bis Juli wiederum einen erfreulichen Geschäftsgang mit einer Steigerung der Profitabilität. Auch der Umsatz entwickelte sich positiv. Er stieg von 181,1 Millionen Schweizer Franken (166,68 Millionen Euro) im Vorjahr um 0,9 Prozent. Der Umsatz wies ein währungsbereinigtes Wachstum von 4,1 Prozent aus. Die Arbonia erwartet, dass sich die positive Umsatz- und Ertragsentwicklung im zweiten Halbjahr fortsetzen wird.

Das Unternehmen rechnet für das Gesamtjahr 2019 weiterhin mit einem organischen Wachstum von drei Prozent. Damit die Ertragskraft weiter gesteigert und zusätzlich die Geschäftsmodelle laufend an das Umfeld angepasst werden können, strebt die Arbonia nach eigenen Angaben für die kommenden Jahre eine Ersatzinvestitionsquote auf Konzernebene von rund vier Prozent des Umsatzes an.

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