WDVS-Aufbau mit EPS
In Österreich sind im Jahr 2019 die Herstellererlöse mit WDVS um 6,4 Prozent auf 188,2 Millionen Euro gestiegen. Grafik: Knauf

Fassadensanierungen legt in Österreich zu

Deutlich mehr Gebäudefassaden wurden letztes Jahr im Vergleich zum Vorjahr in Österreich gedämmt. Verantwortlich dafür war nicht zuletzt eine steigende Sanierungsquote, wie aktuelle Daten einer Marktstudie zu Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse zeigen.

Demnach hat der Markt für Fassadendämmungen wieder Fahrt aufgenommen, noch bevor die Bundesregierung ihre Klimastrategie umsetzen konnte. Die Herstellererlöse mit zertifizierten Fassadendämmungen sind nach Angaben der Marktforscher um 6,4 Prozent auf 188,2 Millionen Euro gestiegen. Die damit korrespondierenden baulichen Investitionen lagen bei rund 1,1 Milliarden Euro. Angeschoben wurde der Markt jedoch nicht nur vom Neubau. Auch die Sanierung zog wieder signifikant an. Im Vergleich zu 2018 wurden mit Fassadendämmungen für den Gebäudebestand um 5,3 Prozent mehr erlöst als im Jahr davor. Die Sanierungsquote erhöhte sich somit wieder auf 1,64 Prozent. Damit war man zwar deutlich von der politischen Zielmarke von drei Prozent entfernt, unter Experten sei diese aber sowieso umstritten, da eine Quote von drei Prozent bedeute, dass im Durchschnitt ein Gebäude alle 33 Jahre saniert werden sollte, was als eher unrealistisch gelte.

Zudem setzte sich im vergangenen Jahr der Trend zu zertifiziertem Vollwärmeschutz mit Dämmstoffen aus Mineralwolle oder aus nachwachsenden Rohstoffen fort, obwohl diese im Materialpreis im Durchschnitt um etwa siebzig Prozent teurer waren. Der Marktanteil erhöhte sich erlösseitig auf 25,2 Prozent. Das steigende Qualitätsbewusstsein der Bauherren zeigte sich allerdings auch noch in einem anderen Aspekt: Die Nachfrage nach nicht-zertifizierten Wärmedämmverbundsystemen sank, trotz insgesamt höherem Bedarf. Bei nicht-zertifizierten WDVS werden die einzelnen Komponenten – Dämmstoff, Klebespachtel, Armierungsgewebe und Fassadenputz – nicht aufeinander abgestimmt, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Qualitätsmängeln steigt. Dafür sind um sie etwa zwanzig Prozent günstiger als zertifizierte WDVS (Materialpreis). Im Jahr 2019 wurden rund 3,7 Millionen Quadratmeter nicht-zertifizierte Fassadendämmungen verarbeitet. Dem standen 10,8 Millionen Quadratmeter an zertifizierten Systemen gegenüber. Der Marktanteil der zertifizierten WDVS erhöhte sich im Jahresabstand um 1,2 Prozentpunkte auf 74,6 Prozent.

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